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Nichts ist unendlich

Als ich fortging

Komp. Dirk Michaelis
Text: Gisela Steineckert

Als ich fortging war die Straße steil, kehr wieder um ´
nimm an ihrem Kummer teil, mach sie heil.
Als ich fortging war der Asphalt heiß – kehr wieder um
red ihr aus um jeden Preis, was sie weiß.
Nichts ist unendlich, so sieh das doch ein,
ich weiß, du willst unendlich sein – schwach und klein.
Feuer brennt nieder, wenn’s keiner mehr nährt,
kenn ja selber, was dir heut widerfährt.
Als ich fortging war’n die Arme leer – kehr wieder um
mach’s ihr leichter einmal mehr, nicht so schwer.
Als ich fortging kam ein Wind so schwach – warf mich nicht um,
unter ihrem Tränendach war ich schwach.
Nichts ist unendlich, so sieh das doch ein,
ich weiß, du willst unendlich sein, schwach und klein.
Nichts ist von Dauer, wenn’s keiner recht will,
auch die Trauer wird da sein, schwach und klein.

ostrock1.JPGEs war schon ein tolles Gefühl, als Dirk Michaelis gemeinsam mit dem Filmorchester Babelsberg den Klassiker anstimmte und auf den Rängen die (Wunder)kerzen gezündet wurden. Die gesamte Arena passte sich diesem wunderschönen Song an.

Siebzehntausend sangen mit und nicht nur der Interpret selbst war gerührt.

Ich bin bestimmt kein Ostalgie-Fan, aber dieser Abend mit dem Filmorchester Babelsberg und einer Auswahl bekannter Pop-Musiker der DDR war doch etwas besonderes.

An vertrauter (Lauf-)stätte, in der Berliner Wuhlheide, befindet sich die zweite (nach der Waldbühne) große Berliner Open-Air-Arena. Hier trat vor einigen Jahren auch Bruce Springsteen auf (es gab damals drei ausverkaufte Konzerte), viele andere rennomierte Künstler folgten.
Nun also Ostrock Classic vom Feinsten.
Das Ensemble des Filmorchesters Babelsberg, Karat, die Puhdys, Silly, Veronika Fischer in Hochform, selbstverständlich obligatorisch die “Jugendliebe” mit Ute Freudenhausberg. und dazu Werther Lohse (Lift) und Dirk Michaelis (Karussell) vollbrachten vor brechend voller Hütte einen tollen Abschluss ihrer diesjährigen Tour und das Publikum war begeistert.

Pech hatten die Puhdys. An dem Abend feierte ausgerechnet der neue Frontsänger von Karat (Claudius Dreilich) Geburtstag. Und da der Bassist der Altrocker vorab backstage schon etwas an der Geburtstagsbowle genippelt hatte, mussten die betagten Herren ohne Bässe auftreten, was den Rumpelrock noch grausamer klingen ließ.

ostrock2.JPGWeitere absolute Höhepunkte ohne Zweifel:
Dirk Michaelis a capella
Karat “Über sieben Brücken musst Du gehn”
Silly “Gib mir Asyl”
Werther Lohse mit dem Lift-Hit “Am Abend mancher Tage”

Da wurde manchem doch warm ums Herz.

Genug des sentimentalen Gedöns.
Morgen früh ist Training.
Dreißig Kilometer.

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2 Kommentare

  1. Ich war auch da!
    Es war wirklich ein überwältigender Anblick, wie die 17.000 Gäste, sich den Klängen der “alten Zeit” hingaben und mitsangen. Besonders hervorheben möchte ich hierbei die neue Frontfrau von Silly und den rechtlichen Nachfolger von Karat-Sänger Herbert Dreilich. Die Beiden konnten die Massen überzeugen, dass sie würdige Nachfolger sind!
    Ich bin nächstes Jahr wieder dabei!

  2. Pingback: Ostrock Klassik auch 2008 on tour - Der Hönower