Der Hönower

immer auf dem Laufenden

Läufer aus Hönow mit prima Marathon-Leistungen

http://der-hoenower.de/wp-content/uploads/2007/10/bm-haile.jpgGlückwunsch, Haile!
Der Sieger und Weltrekordler Haile Gebrselassie hier mit den Hönowern Bärbel und Dieter während eines Trainingscamps in Äthiopien 2005. Das Foto stellte Dieter freundlicherweise zur Verfügung.

Sicher, die Beine schmerzen am Tage danach ein wenig. Am Morgen kommt man nicht so flott wie gewohnt in die Gänge. Ich bin früh zu Fuss zum U-Bahnhof Hönow marschiert, sozusagen „zum Auflockern“. Mal hören, wie es den anderen „geht“.
Die vier bekannten Ergebnisse der Marathonis aus Hönow konnte ich ja bereits gestern hier verkünden. Das wichtigste für uns Freizeitsportler ist jedoch immer: Alle sind gesund ins Ziel gelaufen. Zeiten und Ergebnisse sind sekundär.

Der 34. Berlin-Marathon ist Geschichte. Und er wird auch eingehen in die Geschichte des Marathonlaufes, mit diesem fabelhaften Weltrekord von Haile Gebrselassie.
Man muss sich das einmal vorstellen: 42.195 km in 2 Stunden, vier Minuten und 26 Sekunden. Das entspricht einer durchschnittlichen Kilometerzeit von 2 Minuten und 56 Sekunden und einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 20,35 km/h. Als Haile förmlich ins Ziel flog, krepelte ich noch irgendwo kurz vor der 25km-Marke herum. Aber da liegen nun einmal Welten dazwischen. Der eine verdient seinen Lebensunterhalt mit Marathonsiegen, der andere bezahlt mit seinem Startgeld den Starläufer. Haile unterstützt mit seinen Preisgeldern zahlreiche Projekte zur Förderung äthiopischer Kinder und zur Linderung der Armut in einigen Regionen. Das macht ihn nicht nur in seiner Heimat zu einem sympathischen Helden.

Insgesamt gab es viel Erfreuliches zu vermelden. Dieter brachte seinen Schützling souverän bis zum Ziel hinter dem Brandenburger Tor. Da ging es überhaupt nicht um Zeiten oder Platzierungen, sondern lediglich darum, mit einem Lächeln im Gesicht anzukommen.

Für den Dirk war es ebenfalls der erste Marathon. Und den hat er mit seiner Zeit unter 4 Stunden hervorragend beendet. Glückwunsch Dirk! Und beim nächsten Marathon klappt es sicher auch auf der schwereren 2. Hälfte noch besser.

bm-uwe-1.JPGUwe hat sich mit viel Energie, hohem Trainingspensum und Willensstärke eine neue persönliche Bestzeit erarbeitet.
Seine 3:10:22 sind Beweis dafür, dass sich der Einsatz gelohnt hat. Eine tolle Leistung, Uwe! Und ein Beleg dafür, dass sich hartes, kontinuierliches Training in hervorragenden Leistungen widerspiegelt.

http://der-hoenower.de/wp-content/uploads/2007/10/bm-uwe-2.JPG

An dieser Stelle möchte ich Uwes Dank an “seinen Coach Rainer” und seine Begleiterin auf den langen Kanten im Training und auf der Strecke, die Bärbel, gern aufgreifen und ausdrücklich deren Engagement würdigen. Die beiden haben Ihre Freizeit gern in den Dienst einer neuen Bestleistung gestellt.

Ich habe meinen 53. Marathon vernünftig zu Ende gebracht. Wenngleich ich nach dem Training der letzten 10 Wochen schon so etwas wie 3:33 angepeilt hatte, bin ich nach 3:50:29 ins Ziel gelaufen.
http://der-hoenower.de/wp-content/uploads/2007/10/bm-norbert1.JPGBis km 24 lag ich klar auf Kurs 3:30, geriet aber durch mich kreuzende Läufer aus dem Tritt, stolperte, knickte um und humpelte dann zum glücklicherweise nicht weit entfernten Sani-Punkt. Dort wurde mir schnell und gut geholfen, so dass ich, wenn auch etwas vorsichtiger und langsamer, schon bald weiterlaufen konnte.

Und so wurde es doch wieder ein schöner Zieleinlauf!

Hervorzuheben, wie immer, die Stimmung an der Strecke. Diesmal waren auch die Fans des 1. FC Union Berlin zahlreich vertreten. Immer wieder gab es Anfeuerungsrufe, nicht nur für die 9 Marathon-Läufer der Eisernen. Und Unter den Linden brandete immer wieder Beifall auf, als ich (wie auch Uwe und viele andere) mit der Union-Fahne Richtung Brandenburger Tor lief.

Die letzten Meter bis zum Ziel gehören mir jedoch (fast) ganz allein. Für diesen Endorphin-Schub lohnt es sich immer wieder, vorher 42 km zu laufen.

Nun also Relaxen und Ruhe.
Aber nicht einrosten, nach dem Lauf ist vor dem Lauf!
Der Hönower startet am nächsten Wochenende mit Freunden und Familien beim 4. Elbtal-Weinlauf in Meißen.
Darüber wird hier demnächst zu lesen sein.

Vielen Dank an Undine, Dieter und Fusselhirnchen für die Bilder. So konnte dieser Beitrag doch noch rechtzeitig fertig gestellt werden.
Einen besonderen Dank an unsere Freunde und Gönner, Sponsoren und Mitfieberer, Familie Klemusch, und natürlich an unsere eigenen Familien, die während der Trainingsphase manche Stunde allein vebringen mussten und sich um Muskelbeschwerden, dreckige Sportwäsche, u.v.a.m. kümmerten.

Einen herzlichen Glückwunsch auch an Andreas, der bestimmt lächelnd ins Ziel lief, wenn man seinen Beitrag richtig interpretiert.
Fotos: D. Jaensch, U.+R.Witte – all rights reserved –

Tags:, , , , ,

Verwandte Artikel

4 Kommentare

  1. Hallo Norbert,
    habe Deinen Bericht gelesen. Schade, daß Du Dich verletzt hast und dadurch viel Zeit eigebüßt hast. Aber trotzdem – unter 4 Stunden ist doch ne tolle Zeit. (Schaff ich ja kaum mit dem Fahrrad…). Ich hoffe, der Fuß ist wieder in Ordnung und Du kannst den Aufenthalt in den Weinbergen auch richtig genießen.
    Da wird ja der Lauf über die Brücke der reinste Spaziergang – bei so viel Training.
    Viele Grüße aus dem hohen, heute noch sonnigen, Norden.

  2. Pingback: Hönow mittendrin beim Berlin-Marathon - Der Hönower

  3. Pingback: Berlin Marathon 2008: Quälerei auf den letzten Kilometern - Wir beim Berlin Marathon

  4. Pingback: Der Hönower » Jahresstatistik 2007 aus Hönow