Der Hönower

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Darßmarathon erfolgreich bewältigt

dars5-auf-weg-nach-prerow.JPGEigentlich darf man ihn nicht mehr weiterempfehlen! Diesen Marathonlauf durch wunderschöne, teils einzigartige Küstenlandschaften, durch herausgeputzte stimmungsvolle und lauf-begeisterungsfähige Ostseebäder und wunderschöne Bodden-Dörfer.
Auf Grund von Auflagen der Naturschutzbehörden gibt es bei diesem Lauf eine Limitierung auf 1000 Starter, viel mehr will und kann man wohl dem „Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft“ auch nicht zumuten. Und zwar galt dies insgesamt, für alle drei Wettbewerbe: den Nordic-Walking-Kurs über 21,1 km, den Halbmarathonlauf auf gleicher Strecke und den Marathon. Demzufolge gibt es stets nach Meldeeröffnung einen Ansturm auf die Startnummern und dann heißt es auch schon bald: “Ausverkauft”!

Noch begeistert von der Premiere im Jahre 2006, hatten wir den Lauf dieses Jahr wieder rechtzeitig eingeplant, gemeldet und Quartier in Zingst genommen.
Das Wetter spielte auch mit, an diesem 27. April 2008. Freunde und Bekannte wurden am Start begrüßt (besonders freuten wir uns, Monika und Siggi, Petra und Ingo; Kati und Schwester und auch Ramona am Start zu sehen), so konnte dem Laufvergnügen also nichts im Wege stehen.

dars3-kilometerschild.JPGUnd wieder war es ein bestens organisierter Lauf, liebevoll, bis ins letzte Detail geplant, vorbereitet und umgesetzt. Zahlreiche Erfrischungsstellen (fast aller 2,5km) und DRK-Stützpunkte, selbst eine Zwischenzeitnahme beim Halbmarathonpunkt fehlte nicht. Jeder Kilometer war gesondert ausgeschildert. Und wer wollte, konnte sich auch noch über die einheimische Flora und Fauna informieren.

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Originell, die Spinnerinnen am Wegesrand in Prerow oder auch der Shanty-Chor in Ahrenshoop.
Und die Sambatrommeln in Wieck ließen einen förmlich in Ziel schweben.

Toll, was die Organisatoren der Darßer Arche um Christoph Lampert, da wieder auf die Beine stellten. Als Höhepunkt dann wieder die Siegerehrungen auf dem “Strohballen-Podest”.

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Diesmal ging es auf der bekannten Lauf-Runde entgegengesetzt zum 06er Kurs entlang. Von Wieck nach Prerow, dann durch den Darßer Wald. Die „Halben“ marschierten dann schnurstracks nach Born und von dort nach Wieck zurück. Für die Genusssüchtigen ging es weiter durch den Darßer Wald zum Weststrand, auf dem Deich nach Ahrenshoop, dann weiter an der Steilküste Richtung Wustrow, durch blühende Rapsfelder hindurch zur Boddenseite.

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Und über Ahrenshoop immer auf dem Boddendeich nach Born und weiter bis in Ziel, zurück nach Wieck,

Für die Walker war Frühaufstehen angesagt, sie mussten bereits um halb neun los. Und da war Stimmung und Hektik angesagt am Start. Rund 200 Stöckchenpaare machten sich auf den Weg. Siggi hat dies alles fototechnisch festgehalten. Mal sehen , wenn ich die Bilder rechtzeitig übermittelt bekomme, werde ich hier noch etwas darüber veröffentlichen

Monika (03:08:36), Kati (03:01:46) und Christine (02:58:31) waren mit ihren HM-Zeiten als Nordic Walker mehr als zufrieden und genossen anschließend das Sonnenbad und erwarteten die einlaufenden Marathonis schon ganz relaxed.

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Wir Marathonis starteten um neun, eine halbe Stunde später dann die Halbmarathonläufer.
Am Start traf ich auch noch Ingo, einen lieben Freund und Laufkumpel aus fast 20 Jahren gemeinsamer Marathon-Erfahrung, der nach längerer Verletzungspause erstmals wieder bei solch einem Wettkampf zu finden war. Mit ihm bin ich bereits einige Male gemeinsam den Berliner Team-Marathon im Plänterwald gelaufen. Er war, wie ich auch, auf einen langsameren Wettkampf aus, da er nicht so hundertprozentig wusste, auf welchem läuferischen Niveau er sich aktuell bewegt. Und ich muss vorsichtig laufen, die eigentlichen Saisonhöhepunkte kommen erst noch.
Meinen Vorschlag: „Lass uns gemütlich losmarschieren, mit einer Zielvorgabe um die 04 Stunden, 20 Minuten“ kommentierte er mit: „Ok, gehen wir um die 6 Min pro km an; Mal sehen, wie weit wir so kommen“.
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Wir liefen dann den gesamten Marathon gemeinsam.
Ich bin in voller Absicht ohne Uhr gelaufen, einfach so nach Gefühl. Wir haben unterwegs viel geplaudert, uns an den Verpflegungsstellen und Erfrischungspunkten Zeit gelassen, etliche Fotos geschossen.

Ingo speicherte an den markanten Punkten die Zeiten ein. Zum Schluss freuten wir uns über einen schönen gleichmäßigen Lauf mit leichter Beschleunigung zum Ende hin.
Bis zur Halbmarathon-Zeitnahme auf dem Ahrenshooper Ostseedeich waren wir beide immer im gleichen Pulk unterwegs, danach bauten erstaunlicherweise doch viele Läufer ab und wurden langsamer.

dars12-boddendeich.jpg

Dann, auf den kilometerlangen Deichabschnitten zwischen Ahrenshoop und Born bzw. Wieck haben wir die, wie auf einer Perlenschnur vor uns laufenden, einfach nur „eingesammelt“.

Hier unsere Zeiten und die Splits:

5 km 30:30
10 km 29:51 01:00:21
15 km 30:02 01:30:23
20 km 30:30 02:00:53
25 km 30:18 02:31:11
30 km 29:40 03:00:51
35 km 29:50 03:30:41
40 km 29:07 03:59:48
42,195 12:05 04:12:53

42,195 km Zieleinlauf nach 04:12:53 Durchschnitt: 6:00 Min/km
offizielle Zeitnahme Halbmarathon 2:08:00
für die zweite Hälfte benötigten wir 2:04:53.

Vorgabe umgesetzt, Punktlandung!
Der Rennsteiglauf kann kommen!

Übrigens habe ich noch zwei weitere Läufer in den Ergebnislisten gefunden, die – laut Eintragung – aus Hönow kommen. Noch nie gesehen, nie gehört? Das könnte sich ändern!

Nun gibt’s noch einige Tage Urlaub auf dem Darß: Strandwanderungen Fahrradtouren, Anbaden bei 9°C Wassertemperatur, Fisch essen.
Und dann geht’s auch bald nach Thüringen!

Update 1. Mai:
Hier gehts zu den Ergebnissen.
Und hier auch.

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10 Kommentare

  1. Schöner Bericht, Norbert!
    Du hast Dich fast an der gleichen Stelle fotografieren lassen wie ich. ;)
    Es war wirklich ein schöner Lauf!
    Bis zum Rennsteig liebe Grüße, Ramona

  2. Na dann wünschen wünschen wir Euch noch ein paar erholsame Tage im hohen Norden. Wo ist morgen eigentlich euer Stellplatz???

  3. Klasse Bericht, lieber Norbert! Macht echt Lust auf den Darß!
    Liebe Grüße
    Petra

  4. Klasse Bericht zu einem tollen Lauf. Zufälle gibt’s: Wir haben Deinen Kumpel Ingo am Sa auf der Wanderung am Darsser Ort getroffen und ein paar Worte gewechselt. Kannte ihn vorher nicht. Im Ziel habe ich ihn wieder getroffen und noch ein bisschen geschwatzt. Ich habe auch einen Bericht geschrieben und hoffe, dass er noch veröffentlicht wird: Falls Du daran interessiert bist – immer mal bei laufszene-leipzig.de reinschauen.
    Viele Grüsse und alles Gute bis zum GMRL,
    Dieter.

  5. Lieber Norbert,
    habe Text und Bilder mit Jenuss jenossen – danke! Ich sehe immer wieder: Es gibt so viele schöne Läufe, da muss man doch zum Sammler werden! Wir sehen uns spätestens in Schmiedefeld!
    Herzliche Grüße, Kai

  6. @alle: Vielen Dank, vielen Dank …

    @Ramona: Gute Erholung und auf ein Wiedersehen in Schmiedefeld

    @Orange: Solltest Du unbedingt mal mit vorsehen, diesen Lauf …

    @Dieter: Deinen Bericht habe ich gelesen. Glückwunsch auch allen Deinen Mitstreitern!

    @kaulsdorfer: “Stellplatz” ist heute auswärtig. Losung des Tages: “Nicht alle Bullen sind Schweine” (überlieferte Griller-Weisheit) :)

  7. Gratuliere! Und vorallem so gleichmäßige Zwischenzeiten. Ich durfte gestern den Hasen für einen Bekannten beim Halbmarathon in Regensburg spielen. War ja ein super Wetter gestern und wir hatten echt Spaß. Wobei – er nicht ganz so viel wie ich ;-)

  8. Lieber Norbert, beim lesen musste ich doch sehr schmunzeln-ein schöner Bericht. Es war wirklich ein super Wochenende und nochmal vielen Dank an Euch beide.

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