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24h Laufen in Bernau

Sechs Stunden reichten mir aber auch! Und mit Ruhm habe ich mich nicht gerade bekleckert. Aber darum ging es überhaupt nicht.
Ein tolles Lauf-Event haben die Bernauer Lauffreunde da zelebriert. Für die hartgesottenen Ultras 24h auf einem 1.615 m langen Rundkurs entlang der Bernauer Stadtmauer und durch den angrenzenden Stadtpark. Dazu der traditionelle “Stadtmauerlauf” über die “Sprintdistanz” von etwas über 8 km und die 24h-Staffelwettbewerbe. Und natürlich ein “6h-Ultra-Schnupperlauf”, den ich mir zwei Wochen vor dem Berlin-Marathon ausgeguckt hatte, um wenigstens vorher einmal eine lange Distanz seit meinem verletzungsbedingten Ausstieg beim Hunderter in Biel in den Beinen zu haben und die Sicherheit dazu, dass alles klappt. Hier konnte man ja immer ganz einfach aussteigen, wenn’s denn partout nicht gehen sollte. Aber insgeheim wollte ich schon durchkommen.
“Willensbildungslauf” nennt ein befreundeter Anwalt so etwas.

Der Rundkurs hat es durchaus in sich. Und für die 24h-Läufer bestimmt hammerhart. Die engen Richtungswechsel, die abschüssige wippende Rampe, da ist ständiger Rhythmuswechsel angesagt. Und die “wenigen Höhenmeter” pro Runde summieren sich zum Schluß doch zu einem gewaltigen Berg.

Viele Freunde und Bekannte waren gekommen. Kai und Evi hatten sich bereits seit langem für den 6h-Ultra angemeldet. Sie liefen ihr eigenes gleichmäßiges und gemeinsames Rennen. Schade, dass Evi zur Siegerehrung nicht mehr zugegen war, denn sie wurde Zweite in ihrer Altersklasse.
Die Freunde von Borussia Friedrichsfelde waren mit einer Vierer-Staffel am Start und liefen die 24h souverän und mit toller Leistung durch. Und sie hatten Helfer, Betreuer und komplettes Equipment mitgebracht, das auch für eine Himalaya-Tour ausgereicht hätte. Und natürlich hatte Jochen die Union-Fahne dabei, denn während des Laufes wurde natürlich mehrfach der Spielstand aus Dresden abgefragt. Und ich durfte dann die letzte Runde unter frenetischem Jubel der anwesenden Unioner auch wieder mit dem Klub-Emblem laufen.
Die aktuellen Ergebnisse kannten wir natürlich, ich hatte während der gesamten 6h das Radio am Ohr.
Ja, meine 49,277 km sind nicht der Rede wert. Aber – ich bin durchgelaufen. Zwischendurch, so nach fast drei Stunden gings mir ziemlich dreckig. Das fehlende Training der langen Strecken machte sich erwartungsgemäß deutlich bemerkbar. Aber fast immer gibt es im Läuferleben dann Augenblicke und Ereignisse, dass man motiviert und mit Willen einfach weiter läuft.
Erst ganz langsam und dann irgendwann wieder im gewohnten Trott. Und die letzte Stunde lief dann fast wieder leicht und mit viel Freude!
Weitere Bilder demnächst hier!
Die komplette Ergebnisübersicht gibt’s bei “Ziel-Zeit”.

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5 Kommentare

  1. Hallo Norbert,
    meinen herzlichen Glückwunsch! Du bist angekommen und durchgelaufen – nur das zählt!
    Viele Grüße
    Petra

  2. Vor ein paar Wochen hab ich Bekannten erzählt, dass ich bei uns den Autobahnlauf mitmachen möchte. Da haben ein paar gemeint, wie man auf so einer langweiligen Strecke laufen mag. Aber 24h bzw. bei Dir 6h auf einem so kurzem Rundkurs? Puh! Ein wenig kriegt man da schon einen Drehwurm, oder?

  3. @StoiBär: Nicht die Bohne! Ich bin ja eigentlich kein Rundenläufer. Aber dieser Kurs ist doch sehr abwechslungsreich und interessant. Jede Runde gibt es was neues zu entdecken. Und die wenigen Höhenmeter summieren sich zumindest für die 24h-Läufer zum Schluss doch zu einem gewaltigen Berg. Außerdem: fast jede Runde konnte man mit anderen interessanten Leuten plaudern.

    Übrigens, solche “Eröffnungs-Events” wie bei euch das BAB-Verbindungsstück zwischen Nürnberg und Prag gibts auch anderenorts und werden immer sehr gern angenommen: Rennsteigtunnel A71 , Brückenlauf A71, Rügenbrücke, u.v.a.m.

  4. Hallo Norbert, hast du mir auf der Strecke das Endergebniss zugerufen?
    hatte ein rotes Laufshirt mit eisern union an.

  5. Genau! Das war ich.

    Viele Grüße aus Hönow
    UNVEU