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Trubel im Olympiastadion

Im August heißt es im Berliner Olympiastadion vorrangig Laufen, Springen, Werfen, Stoßen, Sprinten, Staffelstäbe tragen. Man wird Hämmer sehen, Hürden, Gräben und Stäbe, Speere, Scheiben und Kugeln, auch Latten. Neben 120kg-Athleten, die sich in Gittern drehen, werden schmale, hagere Gestalten um die Kurven flitzen. Und in Ringen werden Eisenkugeln gewuchtet. Leute, die sich an Stäben in die Lüfte schwingen, andere, die versuchen, von einem Balken abzuheben. Wiede andere stolpern über Hürden, fallen ins Wasser. Und dann auch diejenigen, welche sich filigran über Latten hinwegsetzen. Packende Kämpfe auf der Zielgeraden.
Schneller, Höher, Weiter!
Stell’ Dir vor, die Weltelite trifft sich in Berlin und keiner geht hin!

Lange haben es die Tourismus- und Marketing-Experten der Hauptstadt geheim halten können. Nur selten sickerte einmal etwas durch. Nun, kurz vor Toresschluss, geht man in die Offensive. Scheinbar haben nun doch einige Verantwortliche mitgekriegt, dass der große Werbefeldzug für die im August im Berliner Olympiastadion stattfindenden 12. Leichtathletik-Weltmeisterschaften voll in die Hose gegangen ist.
Auch das extra für dieses Ereignis kreierte Maskottchen reißt nicht so wirklich von den Sitzen.
Noch ist erst mal knapp die Hälfte der ca. 400.000 Eintrittskarten verkauft, die Querelen um den Öffentlichen Personen-Nahverkehr tun zurzeit ein Übriges. Und die Tagestickets in diesem Stadion sind nicht gerade billig. Preiswerte Karten gibt es für Plätze über dem Marathontor, so ca. 120 m entfernt vom eigentlichen Geschehen. Wenn man als Leichtathletik-Kenner nah dran sein eill, zahlt man schnell einmal über 80 Euronen, für eine Karte, wohlgemerkt.
Nun aber wird Otto-Normalverbraucher wenigstens in der Straße des 17.Juni auf eines der bedeutendsten Sportereignisse aufmerksam gemacht. Allerdings muss man schon etwas genauer hinschauen und nur der geneigte Betrachter wird dies entsprechend registrieren. Aber warum auch soll nun ausgerechnet diese Werbekampagne aus dem dilettantischen Vorgehen der letzten Jahre hervorstechen?
Sicherlich, ich werde auch einmal ins Stadion gehen. Klar- da ist nun einmal eine Leichtathletik-Weltmeisterschaft in der Nähe, da muss man als Sportinteressierter einfach hin. Wenigstens einmal Atmosphäre schnuppern. Zu einer Vormittagsveranstaltung, bei der man sich im Stadion frei bewegen kann. Die Entscheidungen schaue ich mir dann lieber vor dem Fernseher an und hoffe sehr, dass halbwegs “saubere” Sportler siegen werden. Zu den Marathon-Wettkämpfen und auch bei den Gehern werde ich an der Strecke sein. wenn es durch den Tiergarten geht, mitten in der Stadt. Und am 22. August, bin ich beim 10km-Wettkampf für Freizeitläufer, beim Champions Run , unmittelbar nach dem Marathonlauf der Herren, aktiv dabei.

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