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Horror bei der Deutschen Bahn

S-Bahn Berlin

S-Bahn Berlin

Die Horrormeldungen wollen nicht abreißen. Droht nach dem S-Bahn-Kollaps in Berlin und Umgebung eine neue, noch viel größere Stillegung von Zügen der Deutschen Bahn?
Seit gestern überschlagen sich Agenturen, Fernsehanstalten und Boulevardblätter mit dem Aufmacher “Radriss bei Regionalzug entdeckt” So soll bei der Routinekontrolle eines Doppelstockwagens in Brandenburg ein Riss in einem Rad festgestellt worden.
Was kommt nun auf uns zu?
Werden nun auch Regionalzüge in Massen aus dem Verkehr gezogen? Oder reicht für diese Wagen die herkömmliche Kontrolle der Bahnräder, so wie ich sie aus Kindheitstagen kenne:

Da schreitet der Eisenbahner den Zug ab, mit einem großen Vorschlaghammer in der Hand, haut an jeder Achse an die Räder. Machen sie “kling” ist gut. Kommt ein “klang” zurück, so schreibt er mit Kreide ein Kreuz an den Waggon.

Wenn das Eisenbahnbundesamt nun konsequent sein sollte, droht uns in Deutschland nun wohl ein richtig schöner Fahrrad-Urlaubssommer.
Aber von offizieller Stelle beeilte man sich schon mit der Verlautbarung, dass es sich hierbei um einen Einzelfall handele.

Und bei der Berliner S-Bahn? Da fand der Einzelfall am 1. Mai 2009 statt. Mittlerweile gibt es wohl drei Einzelfälle.

Bei allem Verständnis für die Sicherheit der Fahrzeuge und Fahrgäste. Und bei noch mehr Verständnis für die Wichtigkeit regelmäßiger technischer Kontrollen. Wird hier mit unterschiedlicher Elle gemessen? Irgendwie werde ich den Verdacht nicht los, dass mit dem Aus für die S-Bahn bestimmte Leute Panikmache und Macht zur Durchsetzung eigener politischer Ziele nutzen wollen.
Oder lenkt auch das Eisenbahnbundesamt nur von eigener Schlampigkeit und Unfähigkeit ab?
In einem Land, wo über TÜV, DEKRA und Co. jedes angetriebene Vehikel, jedes technische Gerät bis zum Erbrechen geprüft wird, soll eine solche Lücke, wie bei der Berliner S-Bahn festgestellt, nicht früher offensichtlich gewesen sein?

Ich hoffe nur, dass auch die zurzeit in Berlin verkehrenden Ersatzzüge aus München, Stuttgart und Rostock regelmäßig auf Radrisse überprüft wurden.
Und bei der U-Bahn schaue ich nun auch jeden Morgen mit sorgenvollem und prüfenden Blick auf die Räder.

Übrigens, kann die S-Bahn fahren, wenn sie denn will. Was im Berufsverkehr nicht möglich ist: Am kommenden Samstag von 13 bis 20 Uhr fährt sie von und nach Köpenick sogar im Zehn-Minuten-Takt!

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Ein Kommentar

  1. Das wird immer schlimmer mit der Bahn, da mag man gar nicht mehr mit fahren!