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Erst einmal Auslaufen

Freitag, nach fünf in Berlin-Köpenick. Nichts geht mehr. Alle Straßen rund um das Stadion An der Alten Försterei sind hoffnungslos verstopft. Gut, dass die S-Bahn wieder mehr oder weniger regelmäßig Richtung Köpenick fährt. Für viele Fußballfreunde, die direkt von der Arbeit ins Stadion kommen, die beste Alternative. Zeit, um kurz noch einen Blick in die Zeitung zu werfen.
Denn am Freitag um 18 Uhr ist es wieder soweit. Der 1.FC Wundervoll spielt gegen den FSV Frankfurt/Main. Nach dem tollen Zwischenstand mit 20 Punkten aus den bisherigen zehn Partien erwarten die meisten einen Sieg gegen den Tabellenvorletzten. Und die Boulevardpresse überschlägt sich dabei, fordert zum Rekordsieg 5:0 oder höher heraus. Auch unter den Anhängern ist die Euphorie groß. Dabei wissen die meisten doch, dass gerade solche Spiele, gegen vermeintlich leichte Gegner schnell mal in die Hose gehen können.

Und so kommt es auch. Die Frankfurter rühren nicht nur den erwarteten Beton in der Verteidigung an, sondern spielen auch mutig nach vorn. Unser eigener Kombinationsfluss läuft nicht so erfolgreich wie zuletzt.
Über Dreizehntausend Zuschauer sind erleichtert, als dann endlich das 1:0 nach einer Standardsituation fällt. Abseitsverdächtig immerhin, aber wie oft hat man uns schon reguläre Tore aberkannt. Ausgleichende Gerechtigkeit vielleicht. Sollte man jedoch nicht überstrapazieren.
Der weitere Verlauf, wie ich es erwartet hatte: Eine enge Kiste. Unsere Helden schaffen es nicht nachzulegen, die Gäste mit gelegentlichen gefährlichen Vorstößen auf unser Tor.

Aber egal. Gewonnen!

Heute früh, Laufen im Sonnenschein. Über Wiesen, durch den herbstlichen Wald.
Im den einschlägigen Foren und Blättern wird bereits wieder über die Höhe des nächsten Sieges (kommenden Sonntag in Karlsruhe) palavert.

Leute, bleibt schön auf dem Teppich. Macht es, wie unsere Helden nach dem Spiel. Lauft in Ruhe aus!

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8 Kommentare

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  2. Und wat passiert, wenn wir die 40 Punkte bereits Mitte Februar im Sack haben sollten? Meiner Meinung sollte man eine Aufstiegs-Chance, wenn sie denn tatsächlich kommt, nicht einfach vorbeiziehen lassen. Man stelle sich einmal vor, wir könnten mit den zusätzlichen Einnahmen (Fernsehgelder u.a.m.) das Stadion schneller und besser vollenden, den Schuldenabbau forcieren.
    Wenn man dann nicht durch teure Spieler das Geld verpulvert, sondern im Kern mit der Mannschaft weitermacht, ggf auch wieder absteigt und dann solide weiter wirtschaftet, könnte man dem Abenteuer auch viel Positives abgewinnen. Auch in Cottbus ist man schon mal aus reiner Verlegenheit in die 1.BuLi aufgestiegen.
    Deshalb hier und heute in aller Deutlichkeit: Pro Aufstieg!! Und diesen Traum machen wir mit einem Sieg in Karlsruhe wieder ein Stückchen realistischer.
    Eisern Union schallt es bald auch in der 1. Bundesliga. Ich möchte es soooo gern noch erleben.

  3. Hey @Ralle, eigentlich habe ja lediglich etwas auf die überschwappende Euphoriebremse treten wollen, hab gar nichts über einen eventuellen Aufstieg geschrieben. Du hast mit Deinen überwiegens richtigen Argumenten wahrscheinlich unser letztes Gespräch reflektieren wollen.
    Klar wäre es toll, wenn wir die Liga noch einmal nach oben wechseln könnten. Aber wäre es nicht wirklich zu früh? Viele Rahmenbedingungen stimmen einfach (noch) nicht. Auch die Mannschaft wird sich in nicht allzulanger Zeit auf einigen entscheidenden Positionen verändern müssen. Und glaube mir, diese Zweitligasaison wird noch veedammt lang und hart. Wir sollten Realist bleiben, die 40 Punkt sichern und uns dann für die nächsten Jahre in der 2.Liga wappnen. .
    Aber beim nächsten gemeinsamen Bier können wir gern mal wieder darüber sinnieren, wie toll es doch wäre, Schalke, Bayern und den HSV zum Punktspiel begrüßen zu können. Und selbstverstaändlich auch die alte, zurzeit kranke, Tante aus Charlottenburg.
    Nun aber haben wir es demnächst mit Kaiserslautern, Cottbus und 1860 München zu tun. Ist doch auch schon mal was!

  4. Jau, erst auslaufen, dann weiterpunkten. Ich lehne mich mal etwas weiter raus: Wenn wir bis Weihnachten 30 Punkte eingefahren haben dann soltle voll und ganz auf Aufstieg gesetzt werden. Solch eine Chance kommt so schnell nicht wieder.
    Ich will in meinem Fußballerleben wenigstens einmal, eine einzige Saison, in der Alten Försterei Bundesliga live erleben können, alles was Rang und Namen hat im deutschen Fußball, begrüßen können. Und diese 17 Auswärtsspiele ließe ich mir auch nicht nehmen. Mann, ick bin nich mehr der Jüngste, habe fast alle DDR-Oberliga-Spielzeiten in Köpenick miterlebt.
    Yes, ick will und we can!
    Pro Aufstieg jetzt!!!!
    Eisern!

  5. Ich war zu schnell beim Klicken.

    Noch zwei Gedanken:
    Was Cotzbusch und Rostock gepackt haben, sollte für uns auch möglich sein.
    Und wenn die alte Tante tatsächlich absteigt, dann würden auch die Sponsoren bei uns Schlange stehen.

    Darum: Punkten, dass die Schwarte kracht!!!
    UNVEU

  6. Ich will aber nicht, dass Hertha absteigt und wir aufsteigen. Derbys sind doch toll. Die hätten wir dann nicht. Pro Rang 16 für die und Platz 3 für uns am Ende. Und dann schaun mer mal …

  7. Ich denke, ihr solltet alles daran tun, um “das Wunder von Berlin” Realität werden zu lassen. Und wenn ihr dann eben wieder absteigt, egal. Der Imagegewinn in der gesamten ostdeutschen Region (und auch hier im Dunstkreis der krängenden Kogge!!) den ihr durch den Stadionbau und die sportliche Hausse erreicht habt, lässt sich noch steigern! Hier ist es schon geschrieben worden: So schnell kommt diese Gelegenheit nicht wieder! Nutzt sie. Ich kann Dich gut verstehen, dass Du vor Höhenflügen warnst und Gefahren siehst.
    Aber macht nicht die selben Managementfehler wie Rostock, Cottbus und jetzt auch Hertha. Bleibt Union Berlin!
    PS: Diese Chaoten gestern wieder in Rostock (auf beiden Seiten), die machen den Fußballssport kaputt!

  8. Niederlage (3:2) heute beim Karlsruher SC.
    Sagte ich doch bereits mehrfach zu dem Durchmarschgeplapper. Ruhig bleiben, Kinners, die Antwort is aufm Platz.
    So und nun wieder zur Tagesordnung!