Der Hönower

immer auf dem Laufenden

Brandenburg – es gibt Länder wo richtig was los ist

Für gewöhnlich höre ich am frühen Morgen immer bei radioeins rein. Mitunter aber, ist aus unerklärlichen Gründen beim Einschalten Brandenburgs Dudel- und Schlagersender „Antenne Brandenburg“ vorprogrammiert. Und wenn ich dann zu faul zum Umschalten bin, ertrage ich auch einmal ein halbes Stündchen mit Roland Kaiser – passend zur Streupflicht – „Es ist kein Sand da Maria“ und irgendwelchen halbgaren Gewinnspielerchen.

Gestern früh aber, horchte ich auf. Wieder ein Telefon-Gewinnspiel. Da kam doch sinngemäß folgendes rüber:

„Es schneite unaufhörlich. Am ersten Tag fiel ein Zentimeter Schnee. Am zweiten Tag fielen 2 cm. Dann an jedem folgendem Tag immer die doppelte Menge des vorhergehenden Tages. Am zweiten Tag wieder 1cm. An jedem folgenden Tag fiel stets soviel Schnee, dass sich die Schneehöhe verdoppelte. Am 19. Tag stellte Landwirt Fritze fest, dass seine frisch ausgehobene Baugrube zur Hälfte mit Schnee gefüllt war.“
Nun die Gewinnspielfrage (Preis war übrigens ein Eintritt in eines der brandenburgischen Spaßbäder): „Am wievielten Tag ist die Baugrube voll, wenn es weiterhin so schneit?“

Einmal davon abgesehen, dass derartige Gewinnspiele vorrangig dazu dienen, die Telefongebühr-Einnahmen hochzupuschen, schauen wir uns doch einmal die Beschaffenheit der „Baugrube“ etwas genauer an.

Aha, am 19. Tag ist sie halbvoll und am ersten Tag schneite es einen cm. Und an jedem Tag verdoppelt sich die Schneehöhe in der Grube.
Das würde heißen:

Schneehöhe (in cm)
1. Tag = 1 cm
2. Tag = 2 cm
3. Tag = 4 cm
4. Tag = 8 cm
5. Tag = 16 cm
6. Tag = 32 cm
7. Tag = 64 cm
8. Tag = 128 cm
9. Tag = 256 cm
10. Tag = 512 cm
11. Tag = 1.024 cm
12. Tag = 2.048 cm
13. Tag = 4.096 cm
14. Tag = 8.192 cm
15. Tag = 16.384 cm
16. Tag = 32.768 cm
17. Tag = 65.536 cm
18. Tag = 131.072 cm
19. Tag = 262.144 cm

Am 19. Tag wäre die (halbvolle) Baugrube also mit einer Schneehöhe von 262144 Zentimetern, also 2621,44 Metern, exakt 2,62144 Kilometern gefüllt.

Das würde bedeuten, die Baugrube hätte eine Tiefe von über 5,2 Kilometern.

Gewaltig! Genial! Im Lande der Riesen-Traglufhallen, Super-Speedway- Rennstrecken und Rekord-Abraumhalden aber bestimmt kein Problem. Vorausgesetzt, der gigantische Meteorit schlüge irgendwo in der Prärie ein.

Wie kalauerte schon Rainald Grebe:

„Brandenburg Es gibt Länder, wo was los ist. Es gibt Länder, wo richtig was los ist.“

Schön aber zu wissen, dass der Radiosender “Antenne Brandenburg” diese Gewinnspielserie aus Anlass seines 20. Geburtstages selbst auch mit einem “Augenzwinkern” versehen hat.

Tags:, , ,

Verwandte Artikel

4 Kommentare

  1. Du hast einen Denkfehler: Nicht die Schneehöhe in der Grube verdoppelt sich täglich, sondern die gefallene Schneemenge, d.h.

    1. Tag: 1 cm
    2. Tag: 1+2 = 3 cm
    3. Tag: 3+4 = 7 cm
    4. Tag: 7+8 = 15 cm
    usw.

    Was bedeutet, dass die Grube sogar doppelt so tief ist! Oder habe ich jetzt auch falsch gedacht?

  2. Schön, dass ihr es nicht besser habt als in Thüringen

  3. @Maria: Ja so kann man es auch interpretieren! Und dann wäre die Grube tatsächlich um etliches tiefer. ;) Kommt drauf an, wie die Schneehöhe ermittelt (gemessen) wird. Nur immer Neuschnee? Oder Schneehöhe?

    Ich wollt’ nicht übertreiben. Soooo große Meteoriten gibts dann vielleicht auch gar nicht :mrgreen: Die Grube hätte dann ja immerhin eine Tiefe von ca. 7,86km.

    Hab die Beschreibung mal präzisiert, damit es eindeutig ist …

  4. @Jörg Meinst Du jetzt den Schnee oder Herrn Grebes Hymne(n)? ;)