Der Hönower

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Denn sie wissen nicht, was sie tun

Samstag in Berlin: Spielabsage in Rostock, einige Personen (Fußballfans möchte ich sie nicht nennen und Union-Fans erst recht nicht) suchen sich neue “Betätigungsfelder”:

Diverse Personen, die sich als Union-Anhänger zu erkennen geben, pöbeln und provozieren im Olympiastadion beim Spiel von Hertha BSC gegen den VfL Bochum. Einem Spiel, bei dem es für die alte Dame aus Charlottenburg schon fast um die (Bundesliga)-Existenz geht.
Eine dumme, peinliche Aktion, die für mich absolut unverständlich ist und das positive Image unseres Vereins arg in den Dreck zieht.

Eine Gruppe, die dem 1. FC Union Berlin zugeordnet wird, schafft Negativ-Schlagzeilen durch tätliche Auseinandersetzungen beim Hallenturnier der Traditionsmannschaften im Berliner Sportforum.
Diese Angelegenheit muss aufgeklärt werden, vorbehaltos, ohne Rücksicht auf Befindlichkeiten. Wer kriminelle Handlungen begeht, muss zur Verantwortung gezogen werden!

Eines ist an diesem Wochenende auch deutlich geworden: Wer auf Grund der erfreulichen und positiven Entwicklung beim 1. FC Union Berlin der Meinung ist, hier gäbe es keine Probleme mit der bei diversen anderen Vereinen anzutreffenden latenten Gewalt, dem sollte schnell klar werden: Auch wir haben da ein Problem. Und wir müssen es schnell in den Griff bekommen! Im Sinne der vielen Eisernen Köpfe und Hände, die diesen, unseren, Verein zu dem gemacht haben, was er jetzt ist.

Erfreulich, dass die Vereinsführung schnell und unmissverständlich Stellung bezieht.

“Aus aktuellem Anlass”: Dirk Zingler, Präsident des 1.FC Union Berlin

“Ich möchte es gerne einmal grundsätzlich und sehr klar sagen: Wir dulden niemanden in unseren Reihen, der gegen unsere Werte verstößt und das Ansehen des Vereins beschädigt. Wenn Täter ermittelt worden sind, werden wir sie ausschließen und dafür sorgen, dass sie auf unbestimmte Zeit keine Fußballspiele in Deutschland mehr besuchen dürfen. Jeder der dem Verein schadet, von außen oder von innen, ist Feind des 1. FC Union Berlin. Ein Verstecken hinter einer Gruppe wird es nicht mehr geben. Entweder die Gruppe sorgt selbst für Ordnung oder der Verein tut es. Wenn die ganze Gruppe dem Verein schadet, werden wir die Gruppe bekämpfen.”

Danke, Dirk, für diese klare und deutliche Ansage. Und Du kannst darauf bauen, dass die Union-Fans auch ganz Eisern hinter Dir stehen!

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4 Kommentare

  1. Ich finde Deine Vermengung der beiden Geschehnisse (Olympiastadion / HSH) ein bißchen unglücklich.
    Wenn man zur Hertha ein positives Verhältnis hat, mag einen das, was da gestern in Charlottenburg passierte, ärgerlich stimmen. Auch wenn man dieses Verhältnis nicht hat, kann man finden, dass das keine unbedingt notwendige und vermutlich auf lange Frist das Verhältnis der beiden Vereine eher negativ belastende Aktion war. Wenn durch soetwas allerdings “das positive Image unseres Vereins arg in den Dreck” gezogen wird – Achje. Es gibt schlimmeres. Ich fands nicht besonders toll, aber auch nicht so dramatisch. Mir geht die Hertha aber auch, tschuldigense, gepflegt am Arsch vorbei.

    So oder so ist es jedoch Millionen von Kilometern davon entfernt, was gestern anscheinend in HSH passiert ist. Das ist wirklich ganz großer Dreckmist. Noch größerer Dreckmist wäre s, wenn das passiert, was ich befürchte, dass nämlich von Fanseite aus die Geschichte bagatellisiert wird. Mir hingegen scheint eine Selbstreinigung dringend vonnöten.

  2. @mars (spielbeobachter) Ich teile Deine Meinung nicht ganz. Beide Ereignisse sehe ich durchaus in einem engen Zusammenhang mit vielen anderen Details und Episoden, die ich größtenteils selbst erlebt habe.
    In einem gebe ich Dir uneingeschränkt recht: Die Vorkommnisse in HSH sind durch nichts zu entschuldigen und gegen die Schuldigen muss mit aller Konsequenz vorgegangen werden.
    Was die Ereignisse im Oly betrifft: Man mag zu Hertha stehen, wie man will. Ich fühle mich da durchaus der “Wir halten zusammen, wie der Wind und das Meer”-Fraktion zugehörig. (Mitunter zieht sich in Berlin und Umgebung das Sympathie – bzw. Antipathieband bzgl. Union und Hertha durch die Familien und Freundeskreise) Gerade in dieser Saison schauten und schauen auch etliche Hertha-Sympathisanten nach Köpenick. Und dann stellt sich da solch ein Mob ins Oly, provoziert und schüttet Häme aus(alles für einige Leute noch irgendwie nachvollziehbar) – in solch einer für die Heimmannschaft prekären Situation. Andere hingegen, hickehackevoll, pöbeln und verursachen Auseinandersetzungen mit Herthahfans und Sicherheitskräften, das waren auch nicht nur “Streicheleinheiten”. Will sagen. Als Gast im fremden Stadion sollte man sich entsprechend verhalten, insbesondere wenn man unbedingt mit Devotoinalien seines eigenen (unbeteiligten) Vereins anrücken muss. Der Unmut vieler anwesender Zuschauer ist verständlich, was ich auch einigen persönlichen Gesprächen am Wochenende entnehmen konnte. Und insofern ist es eben auch arg vereinsschädigend, was dort im Olympiastadion abgelaufen ist.

    Und nun möchte ich auf den Fall, dass wir wieder einmal in einer schwierigen Situation stecken und der ganze Hertha-Mob in der AF Häme und Spott ausschüttet, liebend gern verzichten. Den Aufschrei dieser sog. Fans, die am Samstag im Oly aktiv waren, inklusive!
    Eisern!

  3. Auseinandersetzungen ala HSH sollten diese Rotzbengel woanders und auf eigene Rechnung (nicht im Namen von Union führen) und dann auch selbst die Verantwortung und die Konsequenzen tragen.
    Was da bei Hertha lief, ist einfach nur blöd und primitiv. Widerstrebt mir absolut. Wo wir doch auch ab und an mal’n Bierchen mit Herthanern schlürfen.
    Ick bin sowas von bedient. Ein Scheixx-Wochenende für unseren Club.
    Wir werden nun nicht nur von Hertha verächtliche Reaktionen bekommen sondern diese ganzen Typen vom Sportforum haben Oberwasser und grinsen sich einen. Ekelhaft.

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