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Rot-Grün-Blindheit und keinen Stern

Trainingsauftakt Alte FoerstereiDa waren gestern Abend nur die wirklich ganz Eisernen zu sehen. Auf den Rängen, wo sich – ich schätze mal – 1.500 Fans einfanden. Auf dem Rasen, die personell und hoffentlich auch leistungsmäßig verstärkte Mannschaft des 1. FC Union Berlin. Bei sonnigem Abendhimmel und schwitzgerechten 36°C.

Öffentlicher Trainingsauftakt des FC Wundervoll, nach vorausgegangenem Trainingslager am Rennsteig in Oberhof. Kondition bolzen, für die harte Saison.

Vorstellen der Mannschaft. Dann ein Trainingsspielchen. Elf rote gegen elf grüne Unioner. So schick und originell ich die neuen Saisontrikots auch finde (das rote mit dem Fernsehturm-Motiv und das grüne mit dem Berliner Bären), bitte tut mir so was nicht noch mal an. Das war ein Schlag für meine Augen. An grüne Unioner (ich meine die Trikots, nicht die grünen Jungs) wird man sich auswärts sicherlich noch gewöhnen; „Hurra, die Förster sind da“, aber rot und grüne in einem Rudel? Nein, bitte nicht.

Ansonsten blühte der Flachs, nicht nur auf den Rängen. Stadionsprecher Christian hatte wieder eine Sternstunde, als er einige nicht ganz gelungene Vuvuzela-Versuche süffisant in etwa so kommentierte:

„Die Dinger sind bei uns nicht explizit verboten. Ich denke, ihr regelt das unter euch.

Und wer unbedingt solch Teil in unser Stadion mitschleppen will, der muss auch damit rechnen, dass ihm die Tröte im Halse stecken bleibt“

Den Vogel schoss allerdings Trainer Uwe Neuhaus ab. Als nach dem Spielchen unter anderem auch Neuzugang Santi Kolk (von Vitesse Arnheim – niederländische Ehrendivsion) kurz interviewt wurde und auf eine entsprechende Frage zu seinem bisherigen Eindruck beim 1. FC Union antwortete; er sei etwas erstaunt, denn in den Niederlanden trainiere man nicht so hart und auch mehr mit dem Ball, konterte Neuhaus trefflich: „Und deshalb habt ihr auch keinen Stern!“ ;)

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