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Eisern Null Vier

2. Fußball-Bundesliga, Saison 2011/2012, 2. Spieltag
1. FC Union Berlin vs. SpVgg Greuther Fürth 0:4
Zuschauer: 15.004 im Stadion An der Alten Försterei

Da haben sie also tatsächlich richtig gelegen. Unsere Mahner, die bereits vor dem Samstagnachmittag wussten, dass es gegen die Franken nichts zu holen gibt. Auch ich hatte noch die erfolglosen Spiele der letzten beiden Jahre vor Augen, tippte aber auf einen knappen Sieg nach hartem Kampf, gegen dieses spielstarke Team. Zumal unser Trainer im Vorfeld von einer kontrollierten Offensive, aus einer sicheren Abwehr heraus, gesprochen hatte. Ein Indiz dafür , dass man sich nicht so auskontern und überrennen lassen wollte, wie in der Vergangenheit.

Ich traute meinen Augen nicht, als unsere Helden vom Anpfiff weg nur nach vorn stürmten und im Minutentakt gefährlich vor dem gegnerischen Tor aufkreuzten. Ja, sie kreuzten hin und kreuzten her, nur den Ball ins Tor bugsieren, das war einfach nicht drin.

So kam es dann ganz schnell über uns. Ein Konter über die rechte Seite, ein Freistoß, eine schlecht postierte Mauer, ein haltbarer Ball in die Torwartecke und eine Torwartreaktion a la Bahnschranke. Null eins.

Wütende Gegenangriffe, gefällige Ballpassagen, Pech vor dem Kasten. Wieder ein schnelles Zuspiel in die Spitze, Abstimmungsprobleme unserer Innenverteidiger. Peng Null zwei

Neben mir raunte es schon. „Das wird wieder ein 1:2, wie letzte Saison, wir verschießen auch noch nen Elfer. Bis zum Halbzeitpfiff gab es jedoch lediglich noch zwei, drei brisante Situationen, auf beiden Seiten.

Nach dem Seitenwechsel neue Hoffnung. „Wir spielen jetzt aufs Zuckertor, da geht noch was“. Nach einigen großen Chancen, die wiederum, fast schon kläglich verschusselt werden, erneut ein Abwehrschnitzer bei einem flink vorgetragenen Gegenstoß. Unser Torwart könnte solch einen Ball auch mal haben. Null Drei.

Hurra, ein Elfmeterpfiff. Sollte laut Drehbuch ja schon nach dem zweiten Tor ertönen. Hoffnung auf den Rängen. „Tusche, mach ihn rein. Und dann alles nach vorn. Die sind konditionell am Limit.“ Pustekuchen.

Wenig später dann der Pfiff in unserem Strafraum. Sauber eingeklinkt, Null Vier!

87 Minuten sind gespielt. Auf den Rängen wird der Gassenhauer angestimmt, den wir seinerzeit in Köln-Müngersdorf sangen, als wir 0:7 hinten lagen: „Das wird ne ganz enge Kiste“. Galgenhumor.

Endlich Schluss. Alle stehen und singen. Keiner geht. Keiner pfeift. Unsere Mannschaft, die bis zum bitteren Ende gekämpft hat, wird mit Applaus verabschiedet.
Mund abwischen, weitermachen!

Ach ja, Danke!

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Ein Kommentar

  1. Genau so sehe ich das auch ;-)