Der Hönower

immer auf dem Laufenden

Eiserne Wechselbäder

2. Fußball-Bundesliga, Saison 2011/2012, 5. Spieltag
1. FC Union Berlin vs. VfL Bochum 2:1
Zuschauer: 14.388, im Stadion An der Alten Försterei

Warum nicht immer so? Jan Glinker, beim Herauslaufen aus dem Torraum überwiegend souverän, die Abwehrrecken Madouni und Pferzel fast durchweg konstant undurchlässig. Stuffi sogar mit Geschick im gegnerischen Strafraum. Kapitano Tusche stellenweise mit Übersicht und guten Pässen, Parensen, Menz und Kohlmann trieben das Spiel immer wieder nach vorn. Quiring und Terrodde sorgten permanent für Gefahr vor dem Gästetor. Silvio verwandelt mit Glück und Geschick den Strafstoß.
Der Trainer beweist ein goldenes Händchen beim Wechseln. Und so sorgen ausgerechnet die beiden frisch eingewechselten Karl und Mosquera für den entscheidenden Siegtreffer.
Sieg! Deutlich hörbares Aufatmen auf den Rängen. Der selbst ernannte Aufstiegsaspirant aus dem Ruhrpott unter der Fuchtel des “Fußball-Ästheten” ;-) Friedhelm Funkel wurde niedergekämpft. Das Ergebnis hätte deutlicher ausfallen müssen. Zu groß war, insbesondere in der zweiten Halbzeit die kämpferische und taktische Überlegenheit unserer Jungs, die sich außerdem in zahlreichen guten Torchancen niederschlug.
Sieben Punkte aus fünf Partien. Ein Remis, zwei Niederlagen, zwei Siege. Die Ergebnisse gleichen fast einer Sinuskurve. Ein negatives Torkonto, mit 6:10 gehört es zu den schlechtesten der Liga. Unbeständigkeit hat seinen Preis.
Überhaupt verrückt, diese zweite Bundesliga. Da putzen wir am dritten Spieltag Paderborn, gehen dann in Dresden sang- und klanglos unter, während die Ostwestfalen am vergangenen Wochenende an der Elbe gegen Dynamo Dresden siegt.
Ich hoffe sehr, dass nun Trainer und Team erst einmal in Ruhe weiter arbeiten können und Mannschaft und Spielsystem weiter stabilisieren. Schon am Sonntag ist Gelegenheit, dies zu untermauern. Dann steht das Match gegen die Sechz’ger in München an. Und dort gab es bekanntlich bisher für uns nix zu holen.
Es ist an der Zeit, diesen eisernen Bann zu brechen!
Foto: 1. FC Union Berlin

Tags:, ,

Verwandte Artikel

2 Kommentare

  1. Ich bin ehrlich, mir reicht schon eine stabile Leistung, einen Sieg plane ich erst einmal nicht ein. Aber den hatte ich auch gegen Bochum nicht eingeplant, dafür allerdings gegen Dresden. Man sieht also, die Liga ist nicht wirklich leicht einzuschätzen.

    • @Sven, von einem Union-Sieg in München spricht auch niemand. Aber eine kompakte Mannschaftsleistung ohne elementare Patzer sollte es schon sein, Und dann ist auch ein Punktgewinn drin, dort in der Arena auf der Müllhalde. TSV 1860 war in der vergangenen Saison nicht viel besser wie wir, gewann letztlich nur durch einen Sonntagsschuss von Lauth. Falls unsere Verstärkungen einmal besser greifen sollten, dann ist auch 1860 zu packen.
      Wie gesagt, die Zeit ist reif …
      Man darf auch verlieren. Aber nicht so, wie in Dresden.