Der Hönower

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Auf eine erfolgreiche Eiserne Saison!

Der Startschuss zur Ligasaison 2012/13 wurde bereits vollzogen. Gern wäre ich wieder live dabei gewesen, in Kaiserslautern, uff’m Betze, beim FCK. Aber Montagabend und 700 km Entfernung sind des lohnabhängig Beschäftigten Scharfrichter. Also Sky-Kneipe suchen und mit Gleichgesinnten das Spiel verfolgen. Dass auch der Werbesender mit Sportunterbrechungen „Sport1“ (ehemals DSF) die Montagabendspiele der zweiten Bundesliga live überträgt, wird mit dem Gequatsche der Rhein-Kutte Neururer nicht unbedingt erträglicher.
Was ich dann zu sehen bekam, was meine Fußballhelden dort bei den Roten Teufeln ablieferten, machte noch mehr Appetit auf die neue Saison, die für uns am kommenden Sonntag, mit dem Heimspiel gegen einer unserer Lieblingspunktelieferanten ;-) – ok, Ausnahmen bestätigen die Regel- Eintracht Braunschweig, weitergeht.

Dieses 3:3 in der Pfalz wird, ob seiner Dramatik, der stellenweise genialen Spielzüge, in Erinnerung bleiben. Erstaunlich, wie schnell einige Neuzugänge sich in die Mannschaft integrieren konnten. Schön zu sehen, dass wir über einen Torhüter verfügen, der Ruhe, Gelassenheit ausstrahlt, die Übersicht behält und dessen weite Abschläge sogar ankommen. Erleichterung, dass sich in der Innenverteidigung Stabilität zeigt, wenn auch noch nicht alles glatt ging. Ich bin mir aber sicher, dass wir, trotz der drei Tore in diesem Hexenkessel, in dieser Saison keine 50 Treffer einstecken müssen. Zumal Lauterns Stürmer Idrissou, der Schrecken aller Eisernen Verteidiger der letzten Jahre, ja nur noch einmal (zum Rückspiel) gegen uns antritt.

Fabelhaft, was unser “eisernes Kampfschwein”, der ewig auf und ab rennende Michael Parensen, am vergangenen Montag ablieferte und sogar selbst mal wieder ein Tor schoss. Kommt auch nicht alle Tage vor. Nicht umsonst ist er auf dem Ankündigungsplakat zum ersten Heimspiel der Saison abgebildet. Denn er verkörpert mit am besten die Tugenden unseres Fußballs: Kämpfen, niemals aufgeben, „auch wenn der Wind den Pass verweht, der Rasen an den Sohlen klebt…“.

Die Zielstellung für die neue Saison ist diesmal erstaunlicherweise klar und deutlich formuliert worden. Zwischen Platz 5 bis 7 sollen unsere Helden nach dem 34. Spieltag stehen. Ich halte das für realistisch. Die sinnvollen Verstärkungen werden das Mannschaftsgefüge insgesamt homogener und zuverlässiger machen, Ausfälle können besser kompensiert werden, Und wenn dann noch die chilenische Neuverpflichtung einschlagen sollte …
Ich lege mich mal fest: Mit den Abstiegsrängen werden wir auch in dieser Spielserie nichts zu tun haben. Auch nach ganz oben wird nicht viel gehen. Da scheinen doch die Ex-Bundesligisten der letzten Saison, die sich (teilweise mit geliehenem Geld) massiv für den Aufstiegskampf gerüstet haben, weitaus prädestinierter. Aber vielleicht gelingt es uns ja diesmal besser, dem einen oder anderen auch mal ein Bein zu stellen, so wie just am vergangenen Montag. Gelegenheiten bieten sich schon bald im September, wenn zunächst die Charlottenburger in Köpenick versuchen werden, ihre “Todesängste” zu bezwingen ;-) und wenig später die Kölsche Jecken zu Besuch sind.
Meinen Geheimtipp für die Aufstiegsränge wollt ihr noch wissen? Das ist die SG Dynamo Dresden. Vom Potential, vom gesamten Umfeld her. In Elbflorenz herrscht Aufbruchstimmung! Und wenn es dort weiter gelingt, die Schwachmaten in den Griff zu bekommen, dann ist Fußball in Dresden bald wieder eine erstklassige Adresse.

Zu unserem Heimspielauftakt gegen die Braunschweiger wird sicherlich die Euphorie groß und unser Baustellen-Stadion gerammelt voll sein. Viele erwarten einen klaren Sieg. Wer allerdings die letzen Treffen der beiden Teams kennt, wer das Auftaktmatch der Löwen verfolgt hat, wird warnend den Finger heben: Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste. Ich sage mal ein sehr enges, kampfbetontes Spiel voraus, in dem wir am Ende glücklich, nicht unverdient, die Nase vorn haben:

Mein Tipp: 1. FC Union Berlin vs. Eintracht Braunschweig 1:0

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Ein Kommentar

  1. Kann ich alles so unterschreiben. Bloß auf Dresden wäre ich nicht gekommen.