Der Hönower

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Gedanken zum Wochenende (XXIII)

Was ist denn bei der Berliner Morgenpost los? Große und wohlwollende Berichte über das Treiben in der Alten Försterei, über den FC Wundervoll? Fast täglich legen mir neuerdings meine Kollegen ganze Zeitungsseiten auf den Tisch. Erstaunlich!
Erstaunlich auch, was andere Blätter ihren Lesern so anbieten. Da ist im Sportteil viel Platz für die letzten Zuckungen des ehemaligen Serienmeisters aus Hohenschönhausen, der wieder einmal Anlauf nimmt, um den Niederungen der Oberliga zu entkommen. Mit neuen Stars aus Torgelow und Meuselwitz und den ehemaligen Unionern Björn Brunnemann und Zocker Patter Patschinski. Viel Erfolg, kann man da nur wünschen. Nicht nur den Mannen bei Dreistern Nullacht. Auch der Berliner Zeitung im speziellen.

Für die kurzfristigen Zahlungsverpflichtungen ist ausreichend Liquidität vorhanden! Sagt ausgerechnet das Brandenburgische Finanzministerium in Bezug auf die Dauerbaustelle südöstlich von Berlin, den Großflughafen BER. Wenn man sich diese Aussage einmal auf der Zunge zergehen lässt, bedeutet das wohl für die mittel- und längerfristige Finanzausstattung nicht viel gutes. Da auch Gerüchte um Pfusch am Bau sowie der Start- und Landebahn nicht abreißen, die geforderten Untersuchungsausschüsse immer wieder verschoben werden, hört man immer wieder, dass dort richtig was in den märkischen Sand gesetzt wurde. Wenn denn nun demnächst mal die Fakten auf den Tisch kommen sollten, werden sich der Wirtschaftswunderflüsterer aus Potsdam und der Regierende Partyhengst wohl mächtig warm anziehen müssen.

Warm anziehen müssen sich demnächst wohl aber auch einige Sportfunktionäre, die zurzeit in London den geplatzten Goldträumen nachtrauern und sich vor laufenden Kameras geharnischter Kritik einiger Athleten ausgesetzt sehen. Was läuft schief im Sportmanagement, wenn man bei olympischen Wettkämpfen nur noch hinterher läuft bzw. schwimmt?

Nicht nur in Bremen läuft man Sturm gegen die Idee des Werder-Managements zur neuen Bundesligasaison mit ner Hühnerbrust aufzulaufen. Kaum waren die Pläne bekannt geworden, dass Wiesenhof neuer Trikotsponsor werden soll, lief bei Twitter & Co. eine Protestwelle an, neudeutsch auch shitstorm genannt.
Mein Tweet der Woche kommt daher auch von Werder-Fan Günni.

Und noch was: Die neuen Heim-Trikots sind wieder erhältlich!!!!

Update am Freitagabend: Nun ist es raus. Die Zielvorgabe des Bundesinnenministeriums für unsere Sportler bei den Olympischen Spielen in London belaufen sich auf 86 Medaillen, davon 28 Goldene. Genialer Plan. Bleibt bloß die Frage, leiden die in ihren Amtsstuben nun an Schwach- oder Größenwahnsinn?

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