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Adieu Berlin-Marathon

berlinmarathon07-1.JPGGern bin ihn gelaufen, den Berlin-Marathon. Im Jahre 1990, als es erstmals durch das das Brandenburger Tor ging. In den 90er Jahren dann mehrmals, auch mit Zeiten zwischen 3:15 und 3:30. In den Folgejahren war ich ebenfalls oft auf, einige Male als aktiver Helfer an, der Strecke. Auch 2011 bin ich noch mit einem Lächeln und der Union-Fahne in der Hand, ins Ziel gerannt..
Nach dem letztjährigen Tohuwabohu bei der Anmeldeprozedur für den Jubiläumslauf –den ich zugegebenermaßen gern bestritten hätte- und den unverschämten Preiserhöhungen der Organisatoren des veranstaltenden SCC, habe ich mich ernsthaft gefragt, ob dieser Lauf noch meinen Vorstellungen eines Marathonwettkampfes entspricht. Wenn 40.000 Menschen durch die Stadt geschickt werden, einige wenige für viel Geld auf Rekordjagd, viele mit sportlichen Ambitionen, denen sie oftmals im Massengedränge nachtrauern müssen und auch einige Tausend, die anscheinend Marathonlauf mit Schnapsidee und Kneipen-Wetteinlösung gleichsetzen – aber eben zahlende Masse sind.
Nun hat sich der SCC – wohl den Ärgernissen des letzten Jahres geschuldet – eine neue Form der Anmeldung ausgedacht, mit einer Voranmeldungsphase, einem darauf folgenden Losverfahren (man nimmt wohl an, dass die Anzahl der Meldungen weit höher als die Starterzahl der letzten Jahre sein wird) und einer anschließenden Bestätigungs – und Bezahlungsphase. Für stolze 98 Euro darf man dann am letzten Septembersonntag 2014 durch Berlin laufen.
Wer es mag, der soll das gerne tun. Ich nicht!
Es gibt, sowohl in der näheren Umgebung als auch weiter entfernt, viele schöne Läufe, bei denen ich mich als Läufer noch willkommen fühle.

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Ein Kommentar

  1. Die Veranstalter schrecken den interessierten Marathon-Normalverbraucher ab, bei diesen Preisen. Vielleicht will man ihn auch gar nicht mehr und setzt voll auf die Masche Touristen-Marathon. Berlin ist ja immer eine Reise wert, also warum nicht Stadtrundfahrt mit den Füßen.

    Ich bezahle keine 100 Euro für die Teilnahme am Marathon, auch keine 98!
    Komm doch hoch zum Deich, an dem Marathon-Wochenende. Laufen wir mal wieder gemeinsam, in aller Ruhe …