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Das (vorläufige) Ende der Eisernen Aufstiegsträumereien

57 PunkteWir haben Planungssicherheit! Der Klassenerhalt steht wohl fest. Mit sechs Punkten Rückstand auf Rang drei und zwei, bei nur noch zwei ausstehenden Spielen, ist nichts mehr zu löten. Selbst wenn es ja noch theoretische Chancen und gewisse Szenarien geben sollte. So sehr wohlgesonnen ist uns der liebe Fußballgott nun wirklich nicht. Nach 32 Spieltagen mit 57 Punkten, das hätte in einigen Jahren zum dritten Platz gereicht, in dieser Saison jedoch nicht. Und auch meine im Februar prognostizierten 62 Eisernen Punkte genügen diesmal nicht, wie der Blick auf die Tabellenspitze eindrucksvoll beweist.

Spieltag 32 - Tabellenspitze

Mit dem Abpfiff am Montagabend in Braunschweig war nun wohl auch den letzten in unserem Block klar geworden, dass der Aufstieg in das Oberhaus des deutschen Fußballs vertagt werden muss. Man sah durchaus vereinzelt eine kleine Träne, auch ein verdrießliches Kopfschütteln, einige verließen enttäuscht ziemlich bald nach Verabschiedung des Teams das weite Rund. Ein Großteil aber schien doch erleichtert, dass die Spannung nun raus ist und intonierte ein lautstarkes ironisches„Scheiß auf Liga 1“. Und fuhr anschließend erhobenen Hauptes zurück nach Berlin.
Tja, diese theoretische Chance, mit 63 Punkten doch noch auf Platz zwei oder drei zu rutschen, setzt einfach mal voraus, dass Hannover 96 und Eintracht Braunschweig die beiden restlichen Spiele verlieren und wir unsere Partien gegen Heidenheim und Fürth deutlich gewinnen.
Nehmen wir mal an, wir gewinnen am kommenden Sonntag zu Hause gegen Heidenheim und gleichzeitig verlieren Hannover 96 (zu Hause gegen den VfB Stuttgart) und Eintracht Braunschweig bei der arg abstiegsgefährdeten und sicherlich um jeden Ball kämpfenden Arminia aus Bielefeld – was noch nicht unbedingt nur theoretisch klingt -, so hätten wir wenigstens noch ein, wenn auch nicht sehr erfolgsverheißendes, Endspiel in Fürth.
Dann müsste am letzten Spieltag entweder Braunschweig zu Hause gegen Karlsruhe verlieren und/oder Hannover 96 in Sandhausen.
Falls zudem Sandhausen am 33. Spieltag auswärts in Würzburg verliert, müssten die Sandhäuser dann auch noch um den Klassenerhalt bangen und sich gegen die Niedersachsen mächtig reinhängen.
Nur so würden dann am 21. Mai um ca. 17:20 Uhr drei Mannschaften mit jeweils 63 Punkten auf den Plätzen zwei bis vier stehen und dann die Tordifferenz, evtl. sogar die Anzahl der geschossenen Tore entscheidend sein.

Klingt alles sehr märchenhaft? Finde ich auch. Aber ich wollte euch die Geschichte wenigstens erzählt haben.

Auch der Abstiegskampf ist noch in vollem Gange. Sollten am 33. Spieltag Aue (gegen Kaiserslautern), Würzburg (gegen Sandhausen) und Bielefeld (gegen Braunschweig) ihre Heimspiele gewinnen, dann brennt da unten zum Saisonfinale aber nochmal richtig die Luft.

Spieltag 32 - Tabellenkeller

Ob unser Team sich nochmals so motivieren kann, dass gegen Heidenheim und Fürth gewonnen wird? An uns auf den Rängen soll es nicht liegen.

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