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Kieler Sprotten, Störche aus Holstein und Eiserne Sorglosigkeiten

Union - Kiel 4-3Saison 2017/2018, 2. Spieltag der 2. Fußball-Bundesliga; 04.-07. August 2017
1. FC Union Berlin – Kieler SV Holstein 4-3, am Freitagsabend im Stadion An der Alten Försterei, vor 21.242 Zuschauern , darunter ca. 1.200 Gäste.
Unsere Torschützen: Damir Kreilach, Simon Hedlund und Steven Skrzybski (2) mit einem Doppelpack und dem gefühlten Tor des Monats

Ach, wie ist das schön, Heimspielauftakt nun endlich auch in Köpenick. Zweiter Spieltag, zweiter Sieg. So ein Saisonbeginn kann also durchaus richtig erfolgreich sein. Und was für ein Spiel! Dieses 4:3 wird ganz bestimmt in die Top Ten-Liste der kuriosen Spiele in die Union-Geschichte eingehen. 

Vor dem HeimspielstartVolle Ränge, ein gut gefüllter Gästeblock mit motivierten Supportern, gutes Wetter, beste Stimmung in unseren Reihen. Erwartungsvolle Tipps machten die Runde, man hörte hier und dort auch mal ein 4:0. Ich war da aus Erfahrungen heraus weitaus vorsichtiger, da wohl wissend, dass gerade die Aufsteiger mit viel Euphorie und Kampfesmut in den ersten Spielen einiges reißen können.
Unsere Taktik des hohen Pressing ging in der ersten Halbzeit dann auch nur bedingt auf, da die Kieler bei Balleroberungen bedingungslos die Bälle nach vorn droschen und die sich bietenden Räumen rigoros für torgefährliche Gegenstöße nutzten. Und begünstigt durch individuelle Fehler (Abseits wird aufgehoben, Torwart lässt den Ball nach vorn abprallen) gingen die Kieler Störche gar zweimal in Führung und glichen nach nur 32 Minuten zum 3:3 aus.

Zwischenzeitlich gab es aber auch die hohe Kunst unserer Abteilung Attacke zu bewundern, ein knallharter Kopfballtreffer von Kreilach, sowie zwei sauber herausgespielte Tore durch Hedlund und Skrzybski waren der Lohn der ersten halben Stunde.
Klar, dass es taktische Veränderungen geben musste, dass mehr Sicherheit in der eigenen Hälfte dringend geboten war, um die Kieler Angriffsbemühungen zu stoppen. Und so gab es dann in der zweiten Halbzeit, neben Stevens Traumtor auch einen Sprotten-Wall. Mit der Hereinnahme von Fürstner für den etwas indisponierten Kroos brannte dann auch nichts mehr an. Und wenn Polter etwas mehr Fortune in seinen Aktionen gehabt hätte, wäre das Spiel auch bereits 10Min. vor Schluss entschieden gewesen.

So blieben uns ein feuchtfröhlicher lauer Sommerabend, etwas Fachsimpelei und viel Euphorie für die nächsten Aufgaben. Zunächst müssen wir im Pokal in Völklingen gegen den FC Saarbrücken ran und die Woche drauf dann im Punktspiel auswärts gegen den 1. FC Nürnberg.

Ein Blick auf die Tabelle ist zurzeit zwar äußerst erfreulich, bringt aber nicht viel. Meine ersten Prognosen werde ich hier dann mal zur Punktspielpause im Oktober artikulieren.
Schöne Sommerferien noch!
Vielleicht sieht man sich ja – an der Saar oder an der Pegnitz …

Eisern!

Bilder gibt es wie immer bei Tobi.

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