Während sich einige katholische Würdenträger anscheinend lieber von ihren Ministranten nach Hause fahren lassen, ist es bei der evangelischen Kirche etwas anders. Frau Bischöfin Margot Käßmann, Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), fährt ihren Dienstwagen immerhin selbst.
Oft und gern bin ich in Marzahn unterwegs. Ich laufe gern durch Marzahn, bin oft am Wuhlewanderweg zu finden.
Ich kenne etliche Leute aus Berlin-Marzahn. Welche, die sich dort ausgesprochen wohlfühlen, auch einige, die gern weg wollen.
Denjenigen, denen sich Berlin-Marzahn und dessen Probleme in erster Linie über die Boulevardpresse oder gar über Cindy erschließen, kann jetzt geholfen werden.
Aufgerüttelt durch den wachsamen Zeigefinder “unseres Guido”, dem vermeintlich besten Kenner der Materie, hat sich die Redaktion “extra 3″ des Norddeutschen Rundfunks nicht lange lumpen lassen und
my lovely mister singing club – Mein lieber Herr Gesangsverein! (frei nach Mr. Westerwave)
oder doch besser: tell me nothing from the horse – Erzähl mir keinen vom Pferd
Äh, sorry, my englisch is under all pig – Entschuldige, mein Englisch ist unter aller Sau
Wem das Geplapper, Geplärre, Gebelle und Rumgeheule, was alljährlich am Aschermittwoch bei den etablierten Stammtischrednern a la Guido und Horst vom Stapel gelassen wird, ähnlich wie mir, auf den Senkel geht, kann sich bestimmt auch über die kleine Videosequenz freuen, die ich bei “Gedankenpflug” fand.
Überhaupt kann ich den Herrn Pispers wärmstens empfehlen; politisches Kabarett vom Feinsten und auch schon seit geraumer Zeit mit markanten Sprüchen präsent. Beispiel gefällig:
Was erwarten sie denn noch? Ein Volk, das sich alkoholfreies Bier aufschwatzen läßt, das greift auch zu einer kompetenzfreien Regierung.
Schaut sich ein Fußballfan auf seinem Balkon ein Spiel im Fernsehen an und stürzt beim Torjubel ab, so kann er keine Leistungen aus seiner privaten Unfallversicherung fordern, wenn er 2,55 Promille Alkohol im Blut hatte.
Amtsgericht Koblenz (AZ 15 C 3047/98)
Na dann, fröhliches Fasten bis Ostern!
Ach so, man kann Fußball übrigens wieder live erleben (nicht auf dem Balkon):
Am kommenden Freitag, 18 Uhr, im Stadion An der Alten Försterei: 1. FC Union Berlin vs. TuS Koblenz
Foto: 1. FC Union Berlin
Höchstwahrscheinlich werden wir am Freitagabend einen guten alten Bekannten begrüßen können: Ervin Skela lässt seine lange Fußballkarriere bei TuS Koblenz ausklingen. Von 1995 bis 1997 war er beim 1. FC Wundervoll, erzielte in 57 Pflichtspielen 8 Tore. Über die Jahre spielte er in den verschiedensten Teams (u. a. Erzgebirge Aue, Arminia Bielefeld, Eintracht Frankfurt, Energie Cottbus)
Und immer dann, wenn er mal wieder gegen unsere Helden antritt, schallt es von den Rängen “Ervin, wink einmal!”.
Alaaf und Helau!
Seid ihr bereit?
Willkommen zur Beklopptenzeit!
Mer kenne des aus Akte X,
doch Mulder rufe hilft da nix,
des kommt durch Strahle aus dem All,
und plötzlisch ist dann Karneval!
Uff einen Schlach werd´n alle dämlisch,
denn das befiehlt das Datum nämlisch!
Es ist die Zeit der tollen Tage,
so eine Art Idiotenplage,
eine Verschwörung, blöd zu werden,
die jährlich um sich greift auf Erden.
Ei wahre Ausgeburt der Hölle,
und Ausgangspunkt davon ist Kölle!
Denn dort gibt´s nisch nur RTL,
das Fernseh-Einheitsbrei-Kartell,
sondern aach jede Menge Jecken,
die sisch auf Nasen Pappe stecken,
in Teufelssekten sich gruppieren
danach zum Elferrat formieren
und dann muss selbst das döfste Schwein
dort auf Kommando fröhlisch sein.
Auf einmal tun in allen Ländern
die Leude sisch ganz schlimm verändern
Sie geh´n sisch hemmungslos besaufe
und fremde Mensche Freibier kaufe
schmeiße sisch Bonbons an die Schädel,
betatsche Jungens und aach Mädel
und tun eim jede, den sie sehen,
ganz fuschtbar uff de Eier gehen!
Sie tun nur noch in Reime spreche
und sind so witzisch, man könnt´ breche,
bewege sisch in Polonäsen,
als trügen sie Gehirnprothesen,
man möschte ihnen – im Vertrauen
- am liebsten in die Fresse hauen!
Doch was soll man dagege mache?
Soll man vielleicht noch drüber lache?
Es hilft kein Schreie und kein Schimpfe,
man kann sisch nich mal gege impfe,
die Macht der Doofen ist zu staak,
als dass man sisch zu wehr´n vermag!
Am besten ist, man bleibt zu Haus
und sperrt den Wahnsinn aanfach aus.
Man schließt sich ein paar Tage ein
und lässt die Blöden blöde sein!
Der Trick ist, dass man sich verpisst
bis widder Aschermittwoch ist!
Und steht ein Zombie vor der Tür,
mit so ´nem Pappnasengeschwür,
und sagt statt “Hallo” nur “Helau”,
dann dreh sie um, die dumme Sau,
und tritt ihr kräftisch in den Arsch
und ruf dabei: Narrhalla-Marsch!”
(Verfasser unbekannt)
Allerdings soll, wenn man den Überlieferungen glauben darf, dieser Text tatsächlich im Rheinland in der Bütt verkündet worden sein. Ob der Redner noch am Leben ist, wurde nicht überliefert.
Anmerkung: Die etwas lächerlich anmutenden Faschingsumzüge in Berlin und Cottbus fanden bereits am gestrigen Sonntag statt. Wäre ja noch schöner, wenn jetzt auch noch die Zonis an Arbeitstagen blau machen dürften …
Passend, zum Schneesturm, der in Hönow gerade um die Ecken fegt, habe ich mal eine kleine, uralte Geschichte herausgekramt:
Ja, ich mag Schnee!
1. Januar, 18:00 Uhr
Es hat angefangen zu schneien. Der erste Schnee in diesem Jahr. Meine Frau und ich haben unsere Cocktails genommen und stundenlang am Fenster gesessen und zugesehen, wie riesige, weiße Flocken vom Himmel herunter schwebten. Es sah aus wie im Märchen. So romantisch wir fühlten uns wie frisch verheiratet. Ich liebe Schnee! Den Rest des Eintrages lesen »
Wir kommen alle in die Jahre!
In diesem Sinne einen herzlichen Gruß an meine Skatrunde, die seit vielen Jahren regelmäßig tagt. Auch wenn es mittlerweile nicht mehr bis früh um vier geht und sich die Karten zu später Stunde mitunter auch mit Lesebrille nur schwer identifizieren lassen, es sind immer wieder schöne Abende in einer geselligen Runde, die sich seit Studienzeiten kennt und schätzt.
Und zum Trost:
Bevor man irgendwann mit zittrigen Fingern die Asse aus dem Karten-Einsteckgerät ziehen und sich einer Kartenmischmaschine bedienen muss, lässt sich vorerst immer noch auf das großformatige “Seniorenblatt” ausweichen.
Euch allen – und natürlich auch mir- weiterhin “Gut Blatt” in den nächsten 30 Jahren!
Für gewöhnlich höre ich am frühen Morgen immer bei radioeins rein. Mitunter aber, ist aus unerklärlichen Gründen beim Einschalten Brandenburgs Dudel- und Schlagersender „Antenne Brandenburg“ vorprogrammiert. Und wenn ich dann zu faul zum Umschalten bin, ertrage ich auch einmal ein halbes Stündchen mit Roland Kaiser – passend zur Streupflicht – „Es ist kein Sand da Maria“ und irgendwelchen halbgaren Gewinnspielerchen.
Gestern früh aber, horchte ich auf. Wieder ein Telefon-Gewinnspiel. Da kam doch sinngemäß folgendes rüber:
„Es schneite unaufhörlich. Am ersten Tag fiel ein Zentimeter Schnee. Am zweiten Tag fielen 2 cm. Dann an jedem folgendem Tag immer die doppelte Menge des vorhergehenden Tages. Am zweiten Tag wieder 1cm. An jedem folgenden Tag fiel stets soviel Schnee, dass sich die Schneehöhe verdoppelte. Am 19. Tag stellte Landwirt Fritze fest, dass seine frisch ausgehobene Baugrube zur Hälfte mit Schnee gefüllt war.“
Nun die Gewinnspielfrage (Preis war übrigens ein Eintritt in eines der brandenburgischen Spaßbäder): „Am wievielten Tag ist die Baugrube voll, wenn es weiterhin so schneit?“
Einmal davon abgesehen, dass derartige Gewinnspiele vorrangig dazu dienen, die Telefongebühr-Einnahmen hochzupuschen, schauen wir uns doch einmal die Beschaffenheit der „Baugrube“ etwas genauer an.
Aha, am 19. Tag ist sie halbvoll und am ersten Tag schneite es einen cm. Und an jedem Tag verdoppelt sich die Schneehöhe in der Grube.
Das würde heißen:
Schneehöhe (in cm)
1. Tag = 1 cm
2. Tag = 2 cm
3. Tag = 4 cm
4. Tag = 8 cm
5. Tag = 16 cm
6. Tag = 32 cm
7. Tag = 64 cm
8. Tag = 128 cm
9. Tag = 256 cm
10. Tag = 512 cm
11. Tag = 1.024 cm
12. Tag = 2.048 cm
13. Tag = 4.096 cm
14. Tag = 8.192 cm
15. Tag = 16.384 cm
16. Tag = 32.768 cm
17. Tag = 65.536 cm
18. Tag = 131.072 cm
19. Tag = 262.144 cm
Am 19. Tag wäre die (halbvolle) Baugrube also mit einer Schneehöhe von 262144 Zentimetern, also 2621,44 Metern, exakt 2,62144 Kilometern gefüllt.
Das würde bedeuten, die Baugrube hätte eine Tiefe von über 5,2 Kilometern.
Gewaltig! Genial! Im Lande der Riesen-Traglufhallen, Super-Speedway- Rennstrecken und Rekord-Abraumhalden aber bestimmt kein Problem. Vorausgesetzt, der gigantische Meteorit schlüge irgendwo in der Prärie ein.
Wie kalauerte schon Rainald Grebe:
„Brandenburg Es gibt Länder, wo was los ist. Es gibt Länder, wo richtig was los ist.“
Schön aber zu wissen, dass der Radiosender “Antenne Brandenburg” diese Gewinnspielserie aus Anlass seines 20. Geburtstages selbst auch mit einem “Augenzwinkern” versehen hat.
In meinem Freundeskreis gibt es jemanden, der knallhart zu Silvester, pünktlich um 00:00 mit Beginn des neuen Jahres den Schalter umlegt. Dann gibt es den gesamten Monat Januar keinen Tropfen Alkohol, auch die Nahrungsaufnahme wird limitiert. Jahr für Jahr. Auch diesmal wieder „the same procedure as every year“.
Das stolze Ergebnis kriegen wir stets irgendwann im Februar präsentiert. Durchaus beachtlich, was man sich da so abhungern kann. Allerdings gehts dann auch meist schnell wieder in die andere Richtung der Skala. Mit dem Ergebnis, dass es im kommenden Jahr wieder von vorne losgeht.
Mancher einer fastet nach dem jährlichen Karneval bis zum Osterfest. Um dann anschließend wieder richtig zuzuschlagen
Ich will das hier gar nicht kleinreden, jede Aktion in Hinblick auf die eigene Gesundheit und das eigene Wohlbefinden ist es allemal wert, durchgezogen zu werden.
Zumal ich nun wohl auch mal drüber nachdenken muss.
Das zweite Halbjahr 2009, mit den langwierigen verletzungsbedingten Einschnitten in meine Läuferkarriere, hat doch das eine oder andere Pfund an der Bauchdecke kleben lassen. Und diese Pfunde müssen nun weg!
Nicht brachial und mit aller Gewalt, aber doch gleichmäßig und in kleinen Schritten.
Mit viel Bewegung und FDH. Bis zum Barcelona-Marathon am 7. März sollen es fünf Kilo sein. Dann könnte ich über die 42,195km immerhin einen mittleren Kartoffelbeutel weniger mit mir rumschleppen.
Also rauf auf die Waage in den nächsten Wochen! Raus auf die Laufstrecke und ran an die Salate!
Der Anfang ist gemacht, ich hoffe, es geht im gewünschten Turnus weiter.
Und wenn die Waage so gar nicht mitspielen will und nicht weiter runter geht mit der Gewichtsanzeige, dann gibt es immer noch Reserven, die man ausnutzen kann, sozusagen als kleine „Mutmacher“.
Vor Betreten der Waage also:
- Brille abnehmen
- Haare schneiden
- Zahnersatz rausnehmen
- Essensreste zwischen den Zähnen rauspolken