Posts Tagged “1. FC Union Berlin”

Fortuna Düsseldorf  - 1. FC Union Berlin

Wieder einmal verloren. Unnötig, unglücklich und mit einigen merkwürdigen Randerscheinungen. Nach vier 1:0-Siegen in Folge gegen die Fortunen, nun erstmals genau anders herum. Ich diesmal leider nur als Sky-Zuschauer. Schalke-Kumpel Martin natürlich in der bunten Arena. Noch kurz vor dem Anpfiff kam seine SMS “Mach Dir keine Sorgen, wenn ich dabei bin, verliert Union nicht” Tja, jede Serie reisst irgendwann.
Leider war in der entscheidenden Szene einmal mehr “Fußballgott” Jan Glinker nicht Herr seines Torraumes und auch Tusche dachte wohl mehr an das Feierabendbier als an den einköpfenden Gegenspieler.
Die Begleitumstände aber, die dazu führten, dass ich mich doch mächtig ärgerte, kann man sehr treffend beim “Textilvergehen” nachlesen.
Ja, ich kann nur bestätigen: Da betteln ein Team vom Rhein und einige sogenannte Fans darum, auch von mir mit Verachtung und Antipathie versehen zu werden. Nicht wahr, die Herren Schauspieler Lumpi und “Kopfstoß-Meier”?

Egal, sowas haut uns nicht um. Daher kam der heutige Früh-Frustabbau-Kopffrei-Lauf im Schnee gerade recht.
Leute, die Sonnenstrahlen wärmen schon richtig! Immerhin -11° C in der Sonne, nur im Schatten war es mit -14° doch noch etwas maikühl. ;)
winter in MOL 4

Wer wohnt schon in Düsseldorf. “Wir sind eure Hauptstadt, ihr Bauern!”

Am kommenden Wochenende geht’s auf ein Neues. Gegen die im gefrorenen Brackwasser schlingernde Kogge von Hansa Rostock. Weiter, in ruhigem Fahrwasser, Richtung 40 Punkte.

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Gestern Abend: Gleich nach der Arbeit ab nach Köpenick, dann im kühlen Stadion An der Alten Försterei (wir haben wohl beim Stadionbau die Fußbodenheizung für die Ränge vergessen) den 1:0 Arbeitssieg unserer Fußballhelden gegen die sehr defensiv und rustikal zu Werke gehende Kicker von RW Oberhausen bejubelt. Prima! Ein guter Start in die Rückrunde der 2. Bundesliga und mit nunmehr 29 Punkten auf der Haben-Seite können wir den kommenden Ansetzungen sehr gelassen entgegen sehen.

winter in MOL 2Heute nun endlich wieder Laufen im Hellen. Winterlandschaft rund um Hönow. Da kann man raus auf die 3.2km-Runde der Neuenhagener Trainierbahn. Auch mit 25 cm Schnee überhaupt kein Problem. Klar, die ausgetretenen Pfade sind nicht immer ganz einfach zu belaufen, da muss man eben aufpassen. Pferdchen und Nordic Walker waren nicht am Start, konnten also auch nicht stören. Und die vielen Skilangläufer hatten eigene gespurte Loipen.
Auch einige bekannte Gesichter übten sich auf den schmalen Brettern.

Spitzensportler auf der Trainierbahn Neuenhagen

Es reicht zwar noch nicht ganz für die Qualifikation zu den Olympischen Winterspielen in Vancouver, aber bei weiterem harten Training können die “Hönower Schildkröten” bei den “virtuellen Dorfmeisterschaften im Skilanglauf” bestimmt eine gute Rolle spielen. Ich habe dafür leider keine Zeit, muss vielmehr sehen, dass ich auch bei widrigen Wetter- und Bodenverhältnissen geeignete Laufstrecken finde. Bereits In 7 Wochen ist Marathon angesagt. In Barcelona, und da liegt dann gewiss kein Schnee.
Schaun mer mal, wie lange uns die weiße Pracht noch erhalten bleibt.

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Während man zurzeit lauf-trainingsmäßig mit den Unannehmlichkeiten von winterlichen nicht geräumten oder gestreuten Gehwegen zu kämpfen hat, was sich gerade in der Dunkelheit als sehr lästig erweist, stehen unsere Fußballprofis nach sensationell kurzer Winterpause schon wieder voll im Saft.

Bereits morgen startet die erste 1. und 2, Bundeslige mit vollem Programm zur Rückrunde, die – der anstehenden WM in Südafrika geschuldet- bereits am 9. Mai beendet wird.

Viele Teams versuchten, in der Fremde und Wärme, neu aufzutanken. Auch der morgige Gegner des 1. FC Wundervoll , Rot-Weiß Oberhausen, war zu einem Trainingslager in der Türkei, kehrte von dort aber mit einigen Problemen zurück.

Unsere Helden übten ganz eisern bei Schnee und Eis, bauten mit Thomik und Ede zwei neue Spieler ein, legten nebenher schnell mal Hannover 96 aufs Glatteis und sind hoffentlich gut vorbereitet beim weiteren Erledigen des Projekts “40 plus”.

Also denn, morgen 18 Uhr im Stadion An der Alten Försterei!

Als Einstimmung auf die Rückrunde der Fußball-Bundesliga empfehle ich dringend diesen Artikel der “Nürnberger Nachrichten”

Für meine Freunde auf Schalke schon mal ein Auszug ;)

Kann der FC Schalke 04 Felix Magath stoppen? Turnvater Magath hat den Medizinball erfunden, den Sprinthügel bestiegen, Kevin Kuranyi zum Fußballer gemacht, den FC Bayern überlebt und brasilianischen Prostituierten widerstanden. Felix Magath dürfte unbesiegbar und selbst für das unfassbar chaotische Schalke eine Nummer zu groß zu sein. Nach seiner ersten Meisterfeier in Gelsenkirchen-Buer sollte sich Magath Herausforderungen außerhalb des Fußballs suchen. Der Nahostkonflikt, der Klimawandel, die SPD – die Menschheit braucht Felix Magath.

Und auch zu den Verhältnissen in Berlin lässt man sich aus:

Ist Berlin noch zu retten? Natürlich. Ein Verein, dessen Fans das eigene Stadion umbauen, deren Hymne Nina Hagen gesungen hat, der ohne Scham Kultverein genannt werden darf, der sich auch durch Stasi-spitzelnde Aufsichtsratsvorsitzende eines dubiosen Hauptsponsors und zockende Stürmerstars nicht aus der Bahn werfen lässt, steht vor einer großen Zukunft… Ach, es geht gar nicht um Union Berlin? Hertha, wer? BSC? Tabellenletzter der Bundesliga? Verschuldet, führungslos und ungeliebt? Wen kümmert’s.

Auf gehts!

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Schwerkrank ist sie. Leider. Nachdem sie doch noch im Frühjahr ihren dritten (oder auch schon vierten) Frühling erlebte.

Hertha BSC Kissen als Auslaufmodell

Hertha BSC Kissen als Auslaufmodell

Irgendwie berührt es mich schon, dieses Elend der alten Dame aus dem Westen von Berlin. Das hätte ich so nicht erwartet. obwohl es hinter der mitunter dick aufgetragenen Schminke doch immer wieder Anzeichen gab, dass die Tante kränkelte, mitunter am Tropf hing und nur nach Not-Infusionen und mit Spritzkuren wieder allein heil übern Damm kommen konnte. Den Rest des Eintrages lesen »

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29.11.2009 Hamburg, St.Pauli, Stadion Am Millerntor
FC St. Pauli vs. 1. FC Union Berlin 3:0

st pauli 1

Nun will ich mit etwas Abstand doch noch auf den Sonntagsausflug nach Hamburg eingehen.
Den 1. FC Union Berlin live am Millerntor, beim FC St.Pauli, erleben. Hatten wir schon einige Jahre nicht. Und diesmal war der Andrang besonders groß.
Ja es klappte, sogar ganz in Familie. Beide Söhne konnten ebenfalls Eintrittskarten erwerben und waren mit von der Partie.

Es gehört schon eine Portion Enthusiasmus dazu, sich an einem verregneten Adventssontagsmorgen ins Auto zu setzen und 300 km zu einem Auswärtsspiel zu fahren. Was nimmt man nicht alles auf sich, um den 1. FC Wundervoll zu begleiten. Zumal, wenn man dann mit einem solchen Ergebnis wieder nach Hause zurückkehrt.
Sagten einige in den letzten Tagen.

st pauli 2

Aber die, die wirklich vor Ort waren, sagen auch anderes.
Klar, es war keine berauschende Leistung unserer Mannen. Die Verteidiger hatten an dem Nachmittag anscheinend besseres zu tun. Schließlich war ja Adventsnachmittag und der Hamburger Weihnachtsmarkt gleich nebenan. Unsere Stürmer waren größtenteils gleich zu Hause geblieben und wenn unser Torwart in der Lage wäre, so ein Spiel ganz allein für sich zu entscheiden, würde er wohl nicht mehr bei uns spielen.
Klar, das Stadion ist eine Baustelle, eng und dreckig. Selbst die Eckfahnen mit ihren Totenkopf-Wimpeln wirken irgendwie bedrohlich. Und es war rappelvoll. Der Gästeblock platzte aus allen Nähten. Kein Dach überm Kopf (aber wenigstens kein Regen), die Gegentribüne abgerissen.
Klar, die 2000 Union waren kaum zu hören.
Die stimmungsvollen und sangesfreudigen St. Paulianer übertrumpften uns ganz eindeutig. Waren ja auch ein paar mehr und hatten allen Grund zum Jubilieren.

Aber da war auch
Eine total freundliche und gelöste Atmosphäre vor und nach dem Spiel. Unioner und St. Paulianer haben im Allgemeinen kein Problem miteinander. Man respektiert sich, geht locker miteinander um, gemeinsam auf dem Weg zum Stadion, vorher bereits in den Kiezkneipen und auch hinterher.
Eine angenehme Stimmung im Stadion. Kein Niedermachen der Gästemannschaft. Unsere Hymne wird gespielt. Es gibt anerkennenden Applaus für unsere Mannschaft und auch für die Fans aus Berlin. Wir erwidern natürlich. Gehört sich so, in diesem Falle.
Relaxte Sicherheitskräfte. Nur einmal, als unsere Ultras früh am Tage unbedingt lautstark ihre frivolen Morgenliedchen ausgerechnet in der Herbertstraße anstimmen, wirken einige genervte Uniformträger angespannt.

Nun erwarten wir am Freitagabend die Gurkentruppe den FC Energie Cottbus in unserem Wohnzimmer. Ob dann auch alles so friedlich und vernünftig zugeht? Vorkommnisse der letzten Wochen lassen mich misstrauisch werden.
Ich bin jedoch Optimist und hoffe auf ein friedliches Eisernes Fußballfest, zu dem auch Gäste gern gesehen sind.
Und die Punkte bleiben in Köpenick. Basta!

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Endlich einmal wieder auf Augenhöhe gegeneinander.
Der Kiezclub gibt sich die Ehre und empfängt die Eisernen Helden.
29.November 2009, Punktspiel im Stadion Am Millerntor: FC St. Pauli gegen den 1. FC Union Berlin.
Ausverkauft. Zwanzigtausend Zuschauer, etwa 2.500 Unioner, etliche auch ohne Tickets unterwegs.

Vieles ist im Vorfeld schon berichtet worden.

Ein besonderes Kapitel hat Textilvergehen gemeinsam mit einigen St. Paulianern geschrieben.
Ein ganz klarer Lesebefehl!

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23.November 2009
1. FC Union Berlin vs. 1. FC Kaiserslautern 0:2

fc union berlin vs fc kaiserslautern

Kurz vor halb acht erklang gestern Bob Geldorfs Hit der Boomtown Rats im schon gut gefüllten Stadion An der Alten Försterei.. Der Auswärtsmob aus der Pfalz hatte diesen Slogan auf einem Banner ausgerollt unde protestierte auf diese Art gegen die schrägen Ansetzungszeiten der DFL.

Auch unsere Helden scheinen am Montagabend nicht vom Erfolg verwöhnt. Gab es doch erst unlängst gegen die SpVgg Greuther Fürth eine Niederlage (1:2).
Vor 19.000 Zuschauern (ausverkauft), darunter rund 2.000 Gästefans, zeigten die Pfälzer eindrucksvoll, wie man in dieser Liga erfolgreich um den Aufstieg spielt. Unsere Helden bekamen gegen dieses Spitzenteam ihre Grenzen im spielerischen und taktischen Geschehen aufgezeigt.
Aber – keine Panik. Nichts weiter ist passiert. Mit 23 Punkten ist das Team um Uwe Neuhaus immer noch deutlich überm Strich.
Vierzig Punkte benötigt man rechnerisch zum Klassenerhalt.
Das noch einmal ganz deutlich an die Adresse der Träumer.
Wobei träumen ausdrücklich erlaubt ist – solange ihr wieder rechtzeitig auf den Boden den Realitäten ankommt, liebe Eiserne Freunde!

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vorverkauf warteschlange stpauli vs fcunionSonntag früh in der Wuhlheide. Es ist noch dunkel. Nur die Notbeleuchtung im Stadion An der Alten Försterei weist den Weg. Von fern sind Stimmen zu hören. Dann erblickt man alsbald einige kleine Feuerchen, die in mitgebrachten Holzkohlegrills glimmen. Menschentrauben drumherum. Schemenhaft erkennt man dahinter eine lange Menschenschlange. Neuankömmlinge werden durchgewunken, stellen sich ganz hinten an.

Ost-Nostalgieparty? Gibt’s was umsonst? Vielleicht gar Bananen? Witze machen die Runde, als gelernter DDR-Bürger stellte man sich ja durchaus einfach mal an eine Schlange an, ohne genaueres zu wissen. Es könnte ja sein, dass es wieder einmal etwas gibt, was sonst nicht zu haben ist.

Hier gibt es tatsächlich etwas! Jeder, der sich zu früher Stunde hier eingefunden hat, weiß genau, was er will. Die ersten haben sich anscheinend schon kurz nach Mitternacht auf den Weg gemacht.
Der 1. FC Wundervoll hat seine nach auswärts reisenden Mitglieder einbestellt. Die Tickets für das Punktspiel beim anderen Kultclub dieser Liga, dem FC St. Pauli, werden heute verkauft. Jeder bekommt genau eine Karte, kann ggf. noch mit Vollmacht und Beglaubigung ein zweites Ticket für einen weiteren Unioner erwerben. Solange der Vorrat reicht!
tickets fcsp vs fcunionZurzeit wird gebaut am Millerntor. Sechstausend Zuschauer weniger wie sonst, können dort nun die Spiele verfolgen. Klar dass auch das Kartenkontingent für die Gästefans limitiert ist. Und das nun ausgerechnet zu dem Spiel, zu dem sich eigentlich fast alle Eisernen Fans auf den Weg machen würden.
Es geht lustig zu in der „post-sozialistischen Wartegemeinschaft“. Der Stadion-Caterer hat wohl noch nie so früh am Morgen solche Unmengen von Bier, Kaffee, Würsten und Schmalzstullen vertickert.
Wartemarken werden verteilt. So weiß zumindest jeder, dass er noch in den Genuss der Karten kommen kann. Vorausgesetzt, er hat seinen Mitgliedsausweis dabei und auch alle Beiträge bezahlt.
Das wird von einigen Säumigen gleich an Ort und Stelle nachgeholt. Erklärt auch, warum es mitunter sehr schleppend voran geht.
Glücklicherweise spielt das Wetter mit. Die Novembersonne blinzelt. Und noch am Mittag um halb eins hat sich die Schlange nicht gelichtet.

Verrückt sind sie ja wirklich, die Unioner. Eisern eben.

Schicke Bilder von dieser einzigartigen Aktion gibt’s, wie immer von Tobi bei UNVEU

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Heute vor zwanzig Jahren, am 9.November 1989, fiel die Berliner Mauer in sich zusammen.
Damit war faktisch das letzte Kapitel der Deutschen Demokratischen Republik eingeläutet.
Viele Ostberliner waren bereits in der Nacht, als die Tore sich öffneten, an einer der Grenzübergangsstelle dabei und gingen rüber nach West-Berlin. Und uns war klar, dies ist unwiderruflich, das lässt sich nicht mehr zurück drehen. Einzig, die Drohung der Grenzer, und nicht mehr zurückzulassen, brachte mir ein mulmiges Gefühl in der Magengegend. Denn auch ich (wie die meisten von uns) wollte zurück zur Familie und am nächsten Morgen auch pünktlich zur Arbeit.

Diverse Rückschauen und Fernseh-Diskussionen beschäftigten sich in den letzten Tagen auf die unterschiedlichste Art und Weise mit diesem bedeutenden Ereignis.

Einen ganz besonderen Blick der Dinge präsentiert Lutz Herden, von der Redaktion “der freitag”, mit seiner Polemik an die “lieben Brüder und Schwestern von drüben”, der sich auch dem dann anschließenden Wiedervereinigungsprozess annimmt.
Zitat

Da standen wir nun leibhaftig vor Euch, total durchgefroren vom Kalten Krieg und heißhungrig auf Eure Fruchtzwerge …

Den ganzen Beitrag gibt es “hier“.

Eine weiteres markantes Statement gab es gestern Abend bei “Anne Will” in der ARD:

Treuhand – die Mutter aller Heuschrecken

Die Zeit nach dem 9.November 1989 krempelte alles nachhaltig um.
Sportlich ging es in vieler Hinsicht unkompliziert und unspektakulär zu.
Berereits eine Woche nach dem Mauerfall war ich bei Volksläufen in Westberlin am Start.
Zum Silvesterlauf 1989 im Berliner Plänterwald waren viele Läufer aus dem Westen dabei.
Der Berliner Neujahrslauf 1990 durch das Brandenburger Tor war das erste große gemeinsame Laufereignis der Stadt.
Unvergessen bleibt mir aus jenen Tagen auch das Fußball-Freundschaftsspiel im Berliner Olympiastadion zwischen Hertha BSC und dem 1.FC Union Berlin. Über 50.000 Fans mit warmem Herzen im kalten Januar 1990.

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Freitag, nach fünf in Berlin-Köpenick. Nichts geht mehr. Alle Straßen rund um das Stadion An der Alten Försterei sind hoffnungslos verstopft. Gut, dass die S-Bahn wieder mehr oder weniger regelmäßig Richtung Köpenick fährt. Für viele Fußballfreunde, die direkt von der Arbeit ins Stadion kommen, die beste Alternative. Zeit, um kurz noch einen Blick in die Zeitung zu werfen.
Denn am Freitag um 18 Uhr ist es wieder soweit. Der 1.FC Wundervoll spielt gegen den FSV Frankfurt/Main. Nach dem tollen Zwischenstand mit 20 Punkten aus den bisherigen zehn Partien erwarten die meisten einen Sieg gegen den Tabellenvorletzten. Und die Boulevardpresse überschlägt sich dabei, fordert zum Rekordsieg 5:0 oder höher heraus. Auch unter den Anhängern ist die Euphorie groß. Dabei wissen die meisten doch, dass gerade solche Spiele, gegen vermeintlich leichte Gegner schnell mal in die Hose gehen können.

Und so kommt es auch. Die Frankfurter rühren nicht nur den erwarteten Beton in der Verteidigung an, sondern spielen auch mutig nach vorn. Unser eigener Kombinationsfluss läuft nicht so erfolgreich wie zuletzt.
Über Dreizehntausend Zuschauer sind erleichtert, als dann endlich das 1:0 nach einer Standardsituation fällt. Abseitsverdächtig immerhin, aber wie oft hat man uns schon reguläre Tore aberkannt. Ausgleichende Gerechtigkeit vielleicht. Sollte man jedoch nicht überstrapazieren.
Der weitere Verlauf, wie ich es erwartet hatte: Eine enge Kiste. Unsere Helden schaffen es nicht nachzulegen, die Gäste mit gelegentlichen gefährlichen Vorstößen auf unser Tor.

Aber egal. Gewonnen!

Heute früh, Laufen im Sonnenschein. Über Wiesen, durch den herbstlichen Wald.
Im den einschlägigen Foren und Blättern wird bereits wieder über die Höhe des nächsten Sieges (kommenden Sonntag in Karlsruhe) palavert.

Leute, bleibt schön auf dem Teppich. Macht es, wie unsere Helden nach dem Spiel. Lauft in Ruhe aus!

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