Posts Tagged “FC St. Pauli”
Wir mögen potentielle Aufsteiger!
Nicht erst seit dem Punktgewinn auf dem Betzenberg in Kaiserslautern. Noch weitaus mehr lieben wir sie zu Hause, in unserem Wohnzimmer.
Von dieser Liebe konnten vor einigen Jahren schon die Mainzer, damals noch mit Herrn Kloppo Klopp als Trainer, ein Liedchen singen, die ihre Aufstiegshoffnungen nach der Niederlage in Weinkrämpfen erstickten und von einigen Spöttern seither nur noch “Mainzelflennchen” tituliert werden.
Und nun kamen uns die Kiezkicker von der Reeperbahn gerade zum richtigen Zeitpunkt besuchen.
Der Klub vom Hamburger Millerntor, zurzeit Tabellenzweiter, der die Feierlichkeiten zu seinem hundertjährigen Bestehen im kommenden Monat unbedingt mit dem Aufstieg in die erste Bundesliga krönen will, braucht noch einige Punkte, um den Aufstiegstraum zu verwirklichen. Aber auch wir mussten, um das Abstiegsgespenst endgültig aus dem Wuhlheider Forst zu verjagen, endlich mal wieder gewinnen.
Das Stadion, seit Wochen ausverkauft; dreitausend St. Pauli- Anhänger wurden erwartet, Hochstimmung in Köpenick. Sicherheitsspiel, sagt die Polizei. Beschwichtigt dann aber gleich: „Nein, nicht wegen rivalisierender Fangruppen, sondern wegen der chaotischen Verkehrsverhältnisse in Köpenick bei solch einem Ansturm. Warum die dann aber trotzdem in Kampfmontour mit Gummiknüppeln statt mit Verkehrsstäben ausgestattet waren??
Wir hatten jedenfalls bei der Anreise keinen Stau, wählten den Wasserweg. Bei herrlichstem Wetter fuhr Eddys Armada mit drei Dampfern vom Berliner Dom nach Köpenick. Mit an Bord jede Menge lustiges Unioner- und Kiezvolk, Schrippen, Würstchen und Bier.

Foto: (C) Textilvergehen
Steffi und Sebastian waren mit eigens für das Spiel zusammengestellter Reisegesellschaft vertreten. Auch dabei „Rauten-Blogger“ @nedfuller, der extra nach Berlin reiste, um mal ein Spiel der Kiezkicker zu sehen.
Der RBB schaute mit einem Reporterteam vorbei und Eddy erklärte den Fernsehzuschauern, dass er sich schon auf das kommende Derby mit der alten Tante aus Charlottenburg freut.
Tolle Stimmung dann in der Alten Försterei. Als aber nach 10 Spielminuten das Stadion den mittlerweile zum Ohrwurm mutierten Hochgesang auf Torsten Mattuschka zelebrierte, der höchstselbst sich dann den Ball zurecht legte und aus fast 25 Metern ins Dreiangel traf, war kein Halten mehr. Nicht einmal der bald folgende Ausgleich brachte Fans und Mannschaft aus dem Konzept. Und wie es zu einem ordentlichen Drehbuch gehört, konnten alle Unioner dann kurz vor Schluss kollektiv austicken, als der so sehr herbei gesungene Siegtreffer gelang.
Auch wenn beim FC St. Pauli mitunter Klasse aufblitzte, wir uns diesmal beim Schiedsrichter und dem Fußballgott bedanken konnten, zwischenzeitlich nicht in Rückstand geraten zu sein, Kampf und Einsatz bis zum Abpfiff wurden endlich wieder einmal belohnt.
Wir gehen nun gelassen in die drei letzten Punktspiele nach Cottbus, zu Hause gegen Bielefeld und dann zum Saisonabschluss nach München.
Den Kiezkickern und ihren sympathischen Fans wünsche ich schöne Jubiläumsfeierlichkeiten und die Verwirklichung ihres Aufstiegstraums.
Auch unsere Gäste waren trotz Niederlage ganz angetan von diesem Fußballfest, wie in einigen Beiträgen nachzulesen ist.
Fabulous Sankt Pauli
Ring2: “Verschwende Dich, Sankt Pauli”
Update: Hier gibts nun auch einige Fotos von der Schiffstour nach Köpenick.
Tags: 1. FC Union Berlin, eddyline, FC St. Pauli, Torsten Mattuschka
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Neben dem Fußballspiel FC St. Pauli gegen den 1. FC Union Berlin gab es am Millerntor auch andere Weisheiten und Botschaften zu bewundern.

Aha, nun weiß ich endlich Bescheid.
Tags: FC St. Pauli, Liebe, Millerntor
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29.11.2009 Hamburg, St.Pauli, Stadion Am Millerntor
FC St. Pauli vs. 1. FC Union Berlin 3:0

Nun will ich mit etwas Abstand doch noch auf den Sonntagsausflug nach Hamburg eingehen.
Den 1. FC Union Berlin live am Millerntor, beim FC St.Pauli, erleben. Hatten wir schon einige Jahre nicht. Und diesmal war der Andrang besonders groß.
Ja es klappte, sogar ganz in Familie. Beide Söhne konnten ebenfalls Eintrittskarten erwerben und waren mit von der Partie.
Es gehört schon eine Portion Enthusiasmus dazu, sich an einem verregneten Adventssontagsmorgen ins Auto zu setzen und 300 km zu einem Auswärtsspiel zu fahren. Was nimmt man nicht alles auf sich, um den 1. FC Wundervoll zu begleiten. Zumal, wenn man dann mit einem solchen Ergebnis wieder nach Hause zurückkehrt.
Sagten einige in den letzten Tagen.

Aber die, die wirklich vor Ort waren, sagen auch anderes.
Klar, es war keine berauschende Leistung unserer Mannen. Die Verteidiger hatten an dem Nachmittag anscheinend besseres zu tun. Schließlich war ja Adventsnachmittag und der Hamburger Weihnachtsmarkt gleich nebenan. Unsere Stürmer waren größtenteils gleich zu Hause geblieben und wenn unser Torwart in der Lage wäre, so ein Spiel ganz allein für sich zu entscheiden, würde er wohl nicht mehr bei uns spielen.
Klar, das Stadion ist eine Baustelle, eng und dreckig. Selbst die Eckfahnen mit ihren Totenkopf-Wimpeln wirken irgendwie bedrohlich. Und es war rappelvoll. Der Gästeblock platzte aus allen Nähten. Kein Dach überm Kopf (aber wenigstens kein Regen), die Gegentribüne abgerissen.
Klar, die 2000 Union waren kaum zu hören.
Die stimmungsvollen und sangesfreudigen St. Paulianer übertrumpften uns ganz eindeutig. Waren ja auch ein paar mehr und hatten allen Grund zum Jubilieren.
Aber da war auch
Eine total freundliche und gelöste Atmosphäre vor und nach dem Spiel. Unioner und St. Paulianer haben im Allgemeinen kein Problem miteinander. Man respektiert sich, geht locker miteinander um, gemeinsam auf dem Weg zum Stadion, vorher bereits in den Kiezkneipen und auch hinterher.
Eine angenehme Stimmung im Stadion. Kein Niedermachen der Gästemannschaft. Unsere Hymne wird gespielt. Es gibt anerkennenden Applaus für unsere Mannschaft und auch für die Fans aus Berlin. Wir erwidern natürlich. Gehört sich so, in diesem Falle.
Relaxte Sicherheitskräfte. Nur einmal, als unsere Ultras früh am Tage unbedingt lautstark ihre frivolen Morgenliedchen ausgerechnet in der Herbertstraße anstimmen, wirken einige genervte Uniformträger angespannt.
Nun erwarten wir am Freitagabend die Gurkentruppe den FC Energie Cottbus in unserem Wohnzimmer. Ob dann auch alles so friedlich und vernünftig zugeht? Vorkommnisse der letzten Wochen lassen mich misstrauisch werden.
Ich bin jedoch Optimist und hoffe auf ein friedliches Eisernes Fußballfest, zu dem auch Gäste gern gesehen sind.
Und die Punkte bleiben in Köpenick. Basta!
Tags: 1. FC Union Berlin, FC Energie Cottbus, FC St. Pauli
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Endlich einmal wieder auf Augenhöhe gegeneinander.
Der Kiezclub gibt sich die Ehre und empfängt die Eisernen Helden.
29.November 2009, Punktspiel im Stadion Am Millerntor: FC St. Pauli gegen den 1. FC Union Berlin.
Ausverkauft. Zwanzigtausend Zuschauer, etwa 2.500 Unioner, etliche auch ohne Tickets unterwegs.
Vieles ist im Vorfeld schon berichtet worden.
Ein besonderes Kapitel hat Textilvergehen gemeinsam mit einigen St. Paulianern geschrieben.
Ein ganz klarer Lesebefehl!
Tags: 1. FC Union Berlin, FC St. Pauli
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Sonntag früh in der Wuhlheide. Es ist noch dunkel. Nur die Notbeleuchtung im Stadion An der Alten Försterei weist den Weg. Von fern sind Stimmen zu hören. Dann erblickt man alsbald einige kleine Feuerchen, die in mitgebrachten Holzkohlegrills glimmen. Menschentrauben drumherum. Schemenhaft erkennt man dahinter eine lange Menschenschlange. Neuankömmlinge werden durchgewunken, stellen sich ganz hinten an.
Ost-Nostalgieparty? Gibt’s was umsonst? Vielleicht gar Bananen? Witze machen die Runde, als gelernter DDR-Bürger stellte man sich ja durchaus einfach mal an eine Schlange an, ohne genaueres zu wissen. Es könnte ja sein, dass es wieder einmal etwas gibt, was sonst nicht zu haben ist.
Hier gibt es tatsächlich etwas! Jeder, der sich zu früher Stunde hier eingefunden hat, weiß genau, was er will. Die ersten haben sich anscheinend schon kurz nach Mitternacht auf den Weg gemacht.
Der 1. FC Wundervoll hat seine nach auswärts reisenden Mitglieder einbestellt. Die Tickets für das Punktspiel beim anderen Kultclub dieser Liga, dem FC St. Pauli, werden heute verkauft. Jeder bekommt genau eine Karte, kann ggf. noch mit Vollmacht und Beglaubigung ein zweites Ticket für einen weiteren Unioner erwerben. Solange der Vorrat reicht!
Zurzeit wird gebaut am Millerntor. Sechstausend Zuschauer weniger wie sonst, können dort nun die Spiele verfolgen. Klar dass auch das Kartenkontingent für die Gästefans limitiert ist. Und das nun ausgerechnet zu dem Spiel, zu dem sich eigentlich fast alle Eisernen Fans auf den Weg machen würden.
Es geht lustig zu in der „post-sozialistischen Wartegemeinschaft“. Der Stadion-Caterer hat wohl noch nie so früh am Morgen solche Unmengen von Bier, Kaffee, Würsten und Schmalzstullen vertickert.
Wartemarken werden verteilt. So weiß zumindest jeder, dass er noch in den Genuss der Karten kommen kann. Vorausgesetzt, er hat seinen Mitgliedsausweis dabei und auch alle Beiträge bezahlt.
Das wird von einigen Säumigen gleich an Ort und Stelle nachgeholt. Erklärt auch, warum es mitunter sehr schleppend voran geht.
Glücklicherweise spielt das Wetter mit. Die Novembersonne blinzelt. Und noch am Mittag um halb eins hat sich die Schlange nicht gelichtet.
Verrückt sind sie ja wirklich, die Unioner. Eisern eben.
Schicke Bilder von dieser einzigartigen Aktion gibt’s, wie immer von Tobi bei UNVEU
Tags: 1. FC Union Berlin, Alte Försterei, FC St. Pauli, Wuhlheide
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