Ist schon toll, was da in Elbflorenz alles möglich ist.
Während noch in den achtziger Jahren überall in Dresden die Konterfeis der “Würdenträger von Partei und Regierung” herumhingen und die Bürger der Stadt zum Lobhudeln aufgerufen waren, ist nun, im Jahre Zwanzig, nachdem der dicke Kohl den Sachsen blühende Landschaften versprach, eine neue Dimension des Personenkults angebrochen.
Leider scheinen die Stadtoberhäupter aber so klamm zu sein, dass sie selbst wohl keine Knete zum Herausputzen der Wegstrecke beim Defilieren des hohen Besuches rausrücken.
Stattdessen gibt es Bastelanleitungen für Bildchen und Fähnchen und viele gute Tipps.
Nein, nein, niemand hat die Absicht eine Mauer zu bauen.
Genosse Obama kommt in die Stadt!
Mancher ist ja permanent auf der Suche nach dem reißerischen Aufmacher. Grübelt stundelang nach dem tollsten Titel. Scheitert mitunter verzweifelt.
Nun gibt es Hilfe.
Und schon klappt’s wieder.
Mein erster zweiter Versuch ergab genau obigen Titel.
Sollte ich vielleicht doch ‘n Blog mit ganz großen Buchstaben aufmachen?
So, liebe Leser, das ist exakt der 300. veröffentlichte Artikel hier beim Hönower. Weitere werden folgen. Und sicher auch wieder themenorientiert, versprochen!
Stenkelfeld ist überall, nicht nur in Hönow!
Pünktlich zum ersten Advent treibt der Lichterwahnsinn wieder seine Blüten.
Was da so zu entdecken ist, in der Reihenhaussiedlung: Reh und Schneemann mit Schlitten, flippige Weihnachtswerbung in grellsten Farben, Lichterteppiche über Hecken und Bäumen, illuminierte Fassaden und Dächer, Fenster erklimmende Weihnachtsmänner …
Das nimmt mittlerweile alles groteske Formen an. Und immer noch wird draufgepackt und aufgerüstet!
Die Strompreise sind scheinbar immer noch nicht hoch genug!
Das ganze Elend wird bestens beschrieben in der Geschichte “Die Weihnachtsbeleuchtung” aus den “Gesammelten Werken” der Gemeinde Stenkelfeld.
Und auf vielfachen Wunsch heute noch einmal hervor geholt.
Und dazu auch zum Mithören. Lautsprecher an!
Naaaa??? Wie sieht es bei euch aus? Was gibt es neues vom Lichter-Hype?
Ja, Stenkelfeld ist überall! Zurück zur Adventskerze, Bitte!!!
Manchmal ist’s wirklich verrückt!
Vor einem Jahr war es. Da taucht der “erste deutsche Arbeiter- und Bauernstaat” auf der CNN-Wetterkarte wieder auf. Großes Gelächter damals über die “allwissenden” Amis.
Nun legt Google (google.com) nach:
Bei der Seiten-Suche ist plötzlich und unerwartet “East Germany” in der Länderauswahl zu finden.
Das gibt einen Extra-Länderpunkt!
Aber einige Bedenken bleiben doch. Bereits im letzen Jahr fragte ich: Wissen die etwas???
Nun ist es also auch in Hönow und Umgebung soweit. Die krisengeschüttelte Automobil-Industrie geht zur Notproduktion über und bewirbt verzweifelt ihre Erzeugnisse.
Zurück in die Zukunft?
Achtung, Satire!
Gefunden im Berliner U-Bahnhof Samariterstraße
Schnell waren sie! Bei der Erhöhung der Gaspreise, die bekanntlich die Heizkosten wesentlich mit beeinflussen. Voller Inbrunst wurde immer wieder darauf verwiesen, dass der Preis für Erdgas an den Erdölpreis gekoppelt sei – unabdingbar.
Warum auch immer; weiß der Geier.
Solange der Erdölpreis stieg, wurde man nicht müde, damit die eigenen Preissteigerungen zu begründen. Und so frohlockte eine ganze Branche bei der fast täglichen Verteuerung des Öls.
150 Euronen pro Barrel! Es dauerte auch nicht lange: “Leider sehr wir uns gezwungen, den Preis pro Kubikmeter Gas um x Prozent anzuheben.”
Arglist nennt man das wohl, wenn dann von “notwendigen Preisanpassungen” gefaselt wird.
Diese horrenden Preiserhöhungen treffen auch viele Familien in Hönow. Wehren kann man sich gegen diese Forderungen nur in den seltensten Fällen.
Und nun?
Der Erdölpreis ist um mehr als die Hälfte gesunken.
Und das Gas?
Die Ganoven und Abzocker denken gar nicht daran, ihre (Zwangs-)Kundschaft zu entlasten.
Alle Jahre wieder, möchte man meinen.
Noch acht Wochen hin bis zum Weihnachtsfest und die Regale der Supermärkte in Hönow quellen bereits jetzt über mit dem ganzen Schokozeugs. Die Christstollen gammeln bereits seit vielen Wochen vor sich hin. Und nun auch noch die Weihnachtsmänner in allen Größen, natürlich schön in der Nähe des Kassenbereiches platziert.
Diese Unart wird eigentlich nur noch von den großen Berliner Warenhäusern getoppt, die spätestens Anfang November alle Welt mit Weihnachtsmusik und Weihnachtsbeleuchtung berieseln.
Echt nervend!
Manchmal muss man wirklich den Kopf schütteln über so viel Unverfrorenheit. Da will Glücksritter Hartmut Mehdorn die Kassen zusätzlich klingeln lassen und forderte frech weitere Gebühren für die Bahn. Nicht genug, dass die Fahrpreise jährlich anziehen, zumeist mit skurrilen Begründungen, so will man nun auch noch andere Geldquellen erschließen.
Darauf muss man aber erst einmal kommen: Für diejenigen, die ihre Fernzug-Fahrkarten weiter am Schalter kaufen wollen, sollte eine Extrazahlung von 2,50 Euronen pro Fahrt fällig werden. Und nur durch massive empörte Gegenreaktionen ist diese Idee erst einmal auf Eis gelegt. Ob das Ganovenstück dadurch beendet ist?
Damit Meister Mehdorn auch zukünftig nicht am Hungertuch nagen muss, hätte ich da noch einige Vorschläge:
Toilettenbenutzungsgebühr im Zug 2,00 € (einmalige Benutzung), für Bahncard-Inhaber ermäßigt 1,50 €
Und wenn die Züge endlich auch mal zuverlässig und pünktlich fahren würden, könnte die Bahn auch interessante ICE-Wettangebote unters Volk bringen: “Falls der Endbahnhof doch einmal pünktlich erreicht wird, bekommt die Bahn 25% zusätzlich auf den Einzelfahrpreis, falls nicht, so bekommt der Kunde 5% erstattet.” Zur Zeit wäre dies für Herrn Mehdorn aber wohl ein Verlustgeschäft!
Berlins Oberster Märchenerzähler Finanzjongleur, der “Hartz-IV-Ernährungswissenschaftler” und “Fünf-Euro-Jobber” hat wieder zugeschlagen.
Er musste sich auch beeilen, schließlich klafft das Sommerloch in diesem Jahr zwischen den Dopingskandalen bei der Tour und bei Olympia und nur ganz kurz sperrangelweit offen:
Die Berliner Morgenpost berichtet heute über den skurrilen Finanzsenator folgendermaßen:
Zitat Sarrazin empfiehlt warme Pullover
Der Berliner Finanzsenator Thilo Sarrazin (SPD) rät Menschen, die unter den hohen Energiekosten leiden, ihren Energieverbrauch einzuschränken und die Zimmertemperatur zu drosseln. „Wenn die Energiekosten so hoch sind wie die Mieten, werden sich die Menschen überlegen, ob sie mit einem dicken Pullover nicht auch bei 15 oder 16 Grad Zimmertemperatur vernünftig leben können“, sagte Sarrazin der „Rheinischen Post“.
Zitat Ende
Ich meine, nun langsam reicht es für den Orden “Sprücheklopfer des Jahres“.
Oder provoziert da jemand seinen eigenen Rausschmiss?
Die Hauptverkehrsader der Stadt ist tagelang gesperrt. Das Sicherheitsaufgebot ist gigantisch. Die Medienberater üben tagelang, damit die Show in rechten Lichte erstrahlen kann. Politiker aller Couleur brechen ihren Urlaub ab, um am Ort des Geschehens zu sein.
Zigtausende Claqueure werden herangekarrt, die mit bunten Fähnchen ein stimmungsvolles Bild bieten sollen. Sondersendungen auf allen wichtigen TV- und Radiostationen.
Und die Berliner Zeitung berichtet heute auf 4 Seiten (“Schaut auf diesen Mann”) vom “Weltbürger”, den Möchtegern-Präsi.
Fast wie vor 20 Jahren, möchte man meinen, als dieses Blatt – genau wie das ND – stets ausführlich über das “Hereintragen der Genossen” berichtete und jede Rede vollständig abdruckte!
Nur, dass es sich gestern lediglich um einen noch nicht einmal nominierten Kandidaten, der sich einer Wahl stellen will, handelt.
In diesem Sinne: “Lang anhaltender Beifall, die Delegierten erheben sich von den Plätzen, Hochrufe auf Partei und Regierung”!
Der Herr Obama fährt nun wieder nach Hause und führt den Wahlkampf dort zu Ende.
Foto: Pixelio
Update:
Auch Nina hat sich intensiv mit dem Thema beschäftigt und kommentiert Auszüge des Obama-Spektakels Auftritts.
Der StoiBär ist ebenfalls am Thema dran.
Und Insider-Information gibts (wie meist immer) bei Spreeblick.
Weitere Meldungen:
- auf VALLIS BLOG
- auch eine Stimme aus Gütersloh soll hier nicht fehlen