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Vor kurzem noch auf der herbstlichen Piste in Hönow.

Heute schon in Istanbul. Am Sonntag bin ich beim Eurasia-Marathon am Start, ich laufe über die berühmte Bosporus-Brücke.

Der Wetterbericht hat für das Wochenende 20 Grad und wechselhafte, teils kräftige Winde vorausgesagt.
Ich bin wieder mit Fotoapparat unterwegs und werde bestimmt demnächst hier berichten.

Beim heutigen Sturm der Guten an die Tabellenspitze kann ich leider nicht zugegen sein.
So long!

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Spruch der Woche:

Ehemann am Straßenrand beim Berlin-Marathon mit folgendem Schild:

„Mama, bring auf dem Heimweg noch Bier mit.“ :) :) :)

Gefunden von Laufkumpel Detlev

Foto: Pixelio, Rainer Sturm

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Nein, man muss nicht nach Peking! Die erfolgreichsten, ausgelassensten und kämpferischsten Olympischen Spiele der Neuzeit fanden gestern in Kaulsdorf, nahe Hönow, statt.
Olympia - Flamme“Hinzing 2008″ war ein voller Erfolg für die (teilweise schon in die Jahre gekommene) Sportjugend aus Kaulsdorf, Hellersdorf, Hönow und umliegenden Hochburgen des geselligen Spitzensports. Und natürlich war Hönow mit einem eigenen Team beim Kampf ums Edelmetall, um Bratwürste, Steaks und auch beim Ringen um die Gunst der zahlreichen Kampfrichter vertreten und konnte mit einigen tollen Platzierungen aufwarten, wenn auch die Länderpunkte nicht ganz für den ersten Rang der Medaillenwertung genügten.
hinzi-am-olympia-grill.jpgAbsolute Spitzenleistungen vollbrachten Hinzi am Grill sowie Birgit und Maria -als “KIOC”-Präsidentinnen.

Dem Kaulsdorfer Internationalen Olympischen Congress war auch das Pressezentrum, mit Atze an der Spitze, untergeordnet. Ich freue mich schon auf entsprechende Mitteilungen, Ergebnislisten und die offzielle Nationenwertung.

kaulsdorfer-olympisches-komitee-2.jpg kaulsdorfer-olympisches-komitee-pressezentrum.jpg olympische-spiele-in-kaulsdorf-siegerehrung.jpg

Ein großes Dankeschön den Organisatoren für die Durchführung der Olympiade der Spitzenklasse! Daran wird die begeisterte Sportwelt bestimmt noch lange und gern zurückdenken!
Viele sportliche Wettkämpfe wurden mit vollerm Einsatz ausgetragen, die Kampfrichter und Offiziellen hatten jede Menge Arbeit bei der Ermittlung der Sieger und beim Gewährleisten von fairen Wettkämpfen.
Einen Außenseitersieg gab es beim erstmals seit 2000 Jahren wieder auf dem Programm stehenden Eierlauf-Marathon auf dem mit höchsten Schwierigkeiten gespickten “Grottkauer-Rundkurs”.
epo-und-blutdoping-bei-olympia-in-kaulsdorf-1.jpg epo-und-blutdoping-bei-olympia-in-kaulsdorf-2.jpg Gedopt wurde übrigens, was das Zeug hält, alle “Beigaben” natürlich auf höchstem wissenschaftlichen Niveau. Ab und an versuchten jedoch einige Akteure mit “Ramazzotti-Trinkkuren” die zahlreichen unangekündigten Kontrollen zu manipulieren.
olympische-spiele-in-kaulsdorf-3.jpgDie Abschlussfeierlichkeiten dauerten bei Redaktionsschluss noch an. Den Teilnehmern, Kampfrichtern und Interessenten können alle Fotos in Originalgröße gern zur Verfügung gestellt werden – vorbehaltlich etwaiger Zensurmaßnahmen der Veranstalter.

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berlin-marathon-1.jpgKeine 12 Wochen mehr. Dann ist wieder Berlin-Marathon. Exakt am 28. September. Meine Vorbereitung beginnt am kommenden Wochenende. Hoffentlich. Wenn die Achillessehne mitspielt. Lange genug Ruhe hatte das Ding ja nun. Ich werde es am Samstag testen. Wird ja auch langsam Zeit!

Hier noch ein überaus passendes Zitat, wie ich meine. Aufgespürt von Laufkumpel Detlev.

“Wenn eine ganze Regierungsriege nach Wien zum Fußball fliegt, wird mit dieser widerlichen Selbstinszenierung – Seht her, wie volksnah wir sind! – ein professionell ausgeübter Schausport gesellschaftlich und politisch überhöht. Wenn sich dagegen in Berlin über 30.000 Breitensportler zum Marathon versammeln, geschieht das im politischen Abseits. Im Kanzleramt am Start öffnet sich kein einziges Fenster.” (Werner Sonntag)

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dars5-auf-weg-nach-prerow.JPGEigentlich darf man ihn nicht mehr weiterempfehlen! Diesen Marathonlauf durch wunderschöne, teils einzigartige Küstenlandschaften, durch herausgeputzte stimmungsvolle und lauf-begeisterungsfähige Ostseebäder und wunderschöne Bodden-Dörfer.
Auf Grund von Auflagen der Naturschutzbehörden gibt es bei diesem Lauf eine Limitierung auf 1000 Starter, viel mehr will und kann man wohl dem „Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft“ auch nicht zumuten. Und zwar galt dies insgesamt, für alle drei Wettbewerbe: den Nordic-Walking-Kurs über 21,1 km, den Halbmarathonlauf auf gleicher Strecke und den Marathon. Demzufolge gibt es stets nach Meldeeröffnung einen Ansturm auf die Startnummern und dann heißt es auch schon bald: “Ausverkauft”!

Noch begeistert von der Premiere im Jahre 2006, hatten wir den Lauf dieses Jahr wieder rechtzeitig eingeplant, gemeldet und Quartier in Zingst genommen.
Das Wetter spielte auch mit, an diesem 27. April 2008. Freunde und Bekannte wurden am Start begrüßt (besonders freuten wir uns, Monika und Siggi, Petra und Ingo; Kati und Schwester und auch Ramona am Start zu sehen), so konnte dem Laufvergnügen also nichts im Wege stehen.

dars3-kilometerschild.JPGUnd wieder war es ein bestens organisierter Lauf, liebevoll, bis ins letzte Detail geplant, vorbereitet und umgesetzt. Zahlreiche Erfrischungsstellen (fast aller 2,5km) und DRK-Stützpunkte, selbst eine Zwischenzeitnahme beim Halbmarathonpunkt fehlte nicht. Jeder Kilometer war gesondert ausgeschildert. Und wer wollte, konnte sich auch noch über die einheimische Flora und Fauna informieren.

dars6-prerower-spinnerinnen.JPG dars2-auf-der-strecke.JPG dars11-shanty-marathon.jpg
Originell, die Spinnerinnen am Wegesrand in Prerow oder auch der Shanty-Chor in Ahrenshoop.
Und die Sambatrommeln in Wieck ließen einen förmlich in Ziel schweben.

Toll, was die Organisatoren der Darßer Arche um Christoph Lampert, da wieder auf die Beine stellten. Als Höhepunkt dann wieder die Siegerehrungen auf dem “Strohballen-Podest”.

dars1-siegerehrung.JPG

Diesmal ging es auf der bekannten Lauf-Runde entgegengesetzt zum 06er Kurs entlang. Von Wieck nach Prerow, dann durch den Darßer Wald. Die „Halben“ marschierten dann schnurstracks nach Born und von dort nach Wieck zurück. Für die Genusssüchtigen ging es weiter durch den Darßer Wald zum Weststrand, auf dem Deich nach Ahrenshoop, dann weiter an der Steilküste Richtung Wustrow, durch blühende Rapsfelder hindurch zur Boddenseite.

dars10-bluhende-landschaften-bei-ahrenshoop.jpg

Und über Ahrenshoop immer auf dem Boddendeich nach Born und weiter bis in Ziel, zurück nach Wieck,

Für die Walker war Frühaufstehen angesagt, sie mussten bereits um halb neun los. Und da war Stimmung und Hektik angesagt am Start. Rund 200 Stöckchenpaare machten sich auf den Weg. Siggi hat dies alles fototechnisch festgehalten. Mal sehen , wenn ich die Bilder rechtzeitig übermittelt bekomme, werde ich hier noch etwas darüber veröffentlichen

Monika (03:08:36), Kati (03:01:46) und Christine (02:58:31) waren mit ihren HM-Zeiten als Nordic Walker mehr als zufrieden und genossen anschließend das Sonnenbad und erwarteten die einlaufenden Marathonis schon ganz relaxed.

dars13-im-ziel.jpg

Wir Marathonis starteten um neun, eine halbe Stunde später dann die Halbmarathonläufer.
Am Start traf ich auch noch Ingo, einen lieben Freund und Laufkumpel aus fast 20 Jahren gemeinsamer Marathon-Erfahrung, der nach längerer Verletzungspause erstmals wieder bei solch einem Wettkampf zu finden war. Mit ihm bin ich bereits einige Male gemeinsam den Berliner Team-Marathon im Plänterwald gelaufen. Er war, wie ich auch, auf einen langsameren Wettkampf aus, da er nicht so hundertprozentig wusste, auf welchem läuferischen Niveau er sich aktuell bewegt. Und ich muss vorsichtig laufen, die eigentlichen Saisonhöhepunkte kommen erst noch.
Meinen Vorschlag: „Lass uns gemütlich losmarschieren, mit einer Zielvorgabe um die 04 Stunden, 20 Minuten“ kommentierte er mit: „Ok, gehen wir um die 6 Min pro km an; Mal sehen, wie weit wir so kommen“.
dars7-ahrenshooper-deich.jpg
Wir liefen dann den gesamten Marathon gemeinsam.
Ich bin in voller Absicht ohne Uhr gelaufen, einfach so nach Gefühl. Wir haben unterwegs viel geplaudert, uns an den Verpflegungsstellen und Erfrischungspunkten Zeit gelassen, etliche Fotos geschossen.

Ingo speicherte an den markanten Punkten die Zeiten ein. Zum Schluss freuten wir uns über einen schönen gleichmäßigen Lauf mit leichter Beschleunigung zum Ende hin.
Bis zur Halbmarathon-Zeitnahme auf dem Ahrenshooper Ostseedeich waren wir beide immer im gleichen Pulk unterwegs, danach bauten erstaunlicherweise doch viele Läufer ab und wurden langsamer.

dars12-boddendeich.jpg

Dann, auf den kilometerlangen Deichabschnitten zwischen Ahrenshoop und Born bzw. Wieck haben wir die, wie auf einer Perlenschnur vor uns laufenden, einfach nur „eingesammelt“.

Hier unsere Zeiten und die Splits:

5 km 30:30
10 km 29:51 01:00:21
15 km 30:02 01:30:23
20 km 30:30 02:00:53
25 km 30:18 02:31:11
30 km 29:40 03:00:51
35 km 29:50 03:30:41
40 km 29:07 03:59:48
42,195 12:05 04:12:53

42,195 km Zieleinlauf nach 04:12:53 Durchschnitt: 6:00 Min/km
offizielle Zeitnahme Halbmarathon 2:08:00
für die zweite Hälfte benötigten wir 2:04:53.

Vorgabe umgesetzt, Punktlandung!
Der Rennsteiglauf kann kommen!

Übrigens habe ich noch zwei weitere Läufer in den Ergebnislisten gefunden, die – laut Eintragung – aus Hönow kommen. Noch nie gesehen, nie gehört? Das könnte sich ändern!

Nun gibt’s noch einige Tage Urlaub auf dem Darß: Strandwanderungen Fahrradtouren, Anbaden bei 9°C Wassertemperatur, Fisch essen.
Und dann geht’s auch bald nach Thüringen!

Update 1. Mai:
Hier gehts zu den Ergebnissen.
Und hier auch.

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ostsee_11.jpgEiner der schönsten Landschaftsläufe Norddeutschlands findet seit einigen Jahren Anfang Mai an der Ostsee, auf dem Darß statt. Ein echter Geheimtipp.
Und immer bereits zu Weihnachten ausgebucht.

Start und Ziel befindet sich im Fischerdörfchen Wieck. Von dort läuft man am Bodden entlang über Born bis fast nach Wustrow, wechselt dann nach Ahrenshoop zur Ostseeküste hinüber. Ein Stückchen den Küstenweg entlang, danach gehts durch das Naturschutzgebiet “Darßer Wald” zum Ostseebad Prerow und dann fast am Prerowkanal weiter, wieder zurück nach Wieck.
Oder es wird auch mal andersrum gelaufen, wie zum Beispiel in diesem Jahr.
Auch eine Halbmarathonstrecke ist im Angebot und die (Nordic-) Walker kommen ebenfalls auf ihre Kosten.
Im Jahr 2008 findet das Ganze bereits am 27. April statt, also knapp drei Wochen vor dem Rennsteiglauf und damit zumindest für die Rennsteigläufer aus dem Norden ideal, um noch einmal einen Trainingswettkampf zu bestreiten.

Grund genug für mich, dort auch an den Start zu gehen und dann gleich noch ein paar freie Tage an der Ostsee dranzuhängen.

Foto: Pixelio / Christine Braune

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Mitte Mai ist Rennsteiglauf!

Rennsteiglauf Logo  - all rights reserved by GutsMuths-RennsteiglaufvereinIn diesem Jahr wird sich die Läuferschar des GutsMuths-Rennsteiglaufes, des “Größten Crosslaufes Europas” konkret am 17. Mai von den verschiedenen Startorten zum Ziel nach Schmiedefeld bewegen. Zum 36. Male übrigens. Und bisher gibt es schon mehr als 11.00 Anmeldungen.
Auch aus Hönow (bzw. dem PLZ-Gebiet 15366) sind bereits eine Menge Läufer in der Starterliste eingeschrieben, obwohl doch erst am 21. April Meldeschluss ist. Na gut, zum Rennsteiglauf fährt man nicht mal eben so, da bereitet sich schon monatelang intensiv vor, wer gesund und in akzeptabler Zeit über die Piste kommen will.
gmrlv3.JPG
Die Laufstrecke führt über den Kammweg des Thüringer Waldes, dem Rennsteig, der mit einer Gesamtlänge von fast 170 km einzigartig in Europa ist. Und natürlich sind auch erhebliche Höhenunterschiede zu bewältigen. Unter anderem muss man den Großen Inselsberg, die Schmücke oder den Großen Beerberg überwinden.
Jedes Jahr trifft man sich Mitte Mai in Thüringen, ca. 15.000 Aktive und etliche Begleiter füllen an diesem Wochenende die Thüringer Herbergen und am Samstag wird gelaufen, gewalkt oder gewandert. Es ist für jeden etwas dabei, kurze oder (ganz) lange Wander- und Walkingstrecken, für die Kinder ein Crosslauf über kürzere Distanzen und natürlich die Laufveranstaltungen.
Da ist der Halbmarathon (21km) von Oberhof nach Schmiedefeld, der seit einigen Jahren (was die Teilnehmerzahlen betrifft) aus allen Nähten platzt, der darum schon in verschiedenen zeitlich aufeinanderfolgenden Blöcken gestartet werden muss, damit auch alle einigermaßen vernünftige Laufbedingungen haben.
Traditionsgemäß startet der Rennsteig-Marathon in der 830m hoch gelegenen Stadt Neuhaus (am Rennweg) und führt über Masserberg, Neustadt und Frauenwald nach Schmiedefeld, Der Lauf ist etwas länger als ein klassischer Marathon, nämlich ungefähr 43,1 km. Berühmt-berüchtigt ist der Schlussanstieg vom Bahnhof Schmiedefeld zum Ziel auf dem Sportplatz. Hier muss man einfach laufen, egal, wie fertig oder kaputt man ist!
Während in den achtziger Jahren immer so um die 5000 Läufer diesen Kurs absolvierten, sind die Teilnehmerzahlern hier in den letzen Jahren deutlich zurückgegangen und pendelten sich bei 3000 ein . Dabei ist dies eine wunderschöne Strecke, mit vielen tollen Aussichtspunkten und wer nicht unbedingt auf Sieg und Platz oder Bestzeit läuft, kann sich hier alle Zeit der Welt lassen. Und außerdem: Auf dieser Distanz ging früher der Rennsteiglauf erst los, ich kenne die Strecke noch mit einer Länge von 45 Kilometern.

Die Königsdisziplin ist zweifellos der „lange Kanten“, der sogenannte „Supermarathon“ mit einer Streckenlänge von ca. 73km. Wer diese erst einmal erfolgreich bewältigt hat, wird sich bestimmt immer wieder von Eisenach über den Inselsberg , Oberhof, Schmücke und Beerberg nach Schmiedefeld auf den Weg machen, sofern Gesundheit und Kondition mitspielen.
Hier laufen jährlich ca. 2000 Unentwegte früh um sechs vom Marktplatz in Eisenach los. Man kennt sich! Viele Sportler sind hier bereits mehr als 25x an den Start gegangen und können die tollsten Geschichten erzählen.

Und abends trifft man sich dann im Festzelt wieder, solange die Füße tragen …

Noch sind 50 Tage Zeit um sich vernünftig auf dieses Laufereignis vorzubereiten.

Ich werde in den nächsten Wochen ab und zu einmal berichten, wie ich das Ganze angehe.

logo-rennsteiglauf.jpg all rights reserved by GutsMuths-RennsteiglaufvereinUnd wer es gar nicht erwarten kann, dem sei in Vorbereitung auch das Online-Forum des GutsMuths-Rennsteiglaufes empfohlen.

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laufschuhe2.JPG War das ein Matsch!
Die Klamotten sahen aus, die Schuhe kaum noch als solche zu erkennen. Streckenweise Pfützen über Pfützen, dann knöcheltiefer Schlamm, Abschnitte mit Schmierseifen-Feeling. Dazu kam die ganze Zeit Regen, der für den Monat Januar zugegebenermaßen einige Grade zu warm war.

Alljährlich trifft man sich am dritten Januarsamstag im Berliner Plänterwald zum Team-Marathon. Eine besondere Herausforderung für alle Teilnehmer. Während man bei normalen Marathonläufen nur auf sich selbst gestellt ist, muss man hier als Dreier-Team gemeinsam Laufen, Kämpfen, Zähne zusammenbeißen. Das ist nicht immer ganz einfach, denn gewöhnlich hat jeder zu einem anderen Zeitpunkt Probleme, will mal langsamer laufen, etwas trinken, auf die Toilette …

Am Start wie immer die “üblichen Verdächtigen”, die zu jeder Jahreszeit und bei jedem Wetter Marathon laufen. Ich sah u.a. den “Marathonsammler” Horst Preißler, den Schweriner Dietrich Barthel, die Brandenburger um Laufkumpel Detlev.
Hier läuft auch der Cheforganisator, Roland Winkler, noch selbst mit!
Ein großes Kompliment an das ganze Org-Team. Was die bei diesen Bedingungen leisteten, um den Lauf überhaupt durchführen zu können, verdient mehr als Respekt!

Für mich selbst war an diesem Tag nur Langstreckentraining angesagt. Und so schloss ich mich dem Streakrunner-Team mit Ramona, Rigo und Holger an, lief einfach mit. Vielen Dank euch Dreien!

Leider hat es meine Digitalkamera bei der Feuchtigkeit erwischt. Die Schnappschüsse während des Laufs und auch die brandenburgischen “Team-Heldenbilder” sind futsch. Tut mir leid, ist aber nicht zu ändern.

Es gab aber andere und weitaus professionellere Fotografen:
Auf marathon4you sind einige visuelle Eindrücke festgehalten.

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Kampfschwein gewinnt New York City Marathon!

Glückwunsch, Respekt, Hochachtung! Paula Radcliffe, die 33jahrige Britin, ist nach fast zweijähriger Babypause in der Weltspitze zurück und gewann heute eindrucksvoll, nach spannendem Verlauf, die 38. Auflage des größten und berühmtesten Marathonlaufes der Welt.
Das war heute Kampf vom ersten bis zum letzten Meter. Und wie sie dann zum Schluss die scheinbar locker laufende Gete Wami einfach stehen ließ – große Klasse. Wenn Paula den Turbo zündet, sieht es meist so aus, als wenn sie bald am Ende ist: Gesicht zur Faust geballt, der ganze Körper verkrampft und die Beine schwer. Aber das ist eben ihr einmaliger Laufstil, mit dem sie zumeist alle anderen in Grund und Boden läuft.
nymarathon2.JPGIrgendwann laufe ich auch noch im Central Park ins Ziel!
Foto: pixelio

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http://der-hoenower.de/wp-content/uploads/2007/10/bm-haile.jpgGlückwunsch, Haile!
Der Sieger und Weltrekordler Haile Gebrselassie hier mit den Hönowern Bärbel und Dieter während eines Trainingscamps in Äthiopien 2005. Das Foto stellte Dieter freundlicherweise zur Verfügung.

Sicher, die Beine schmerzen am Tage danach ein wenig. Am Morgen kommt man nicht so flott wie gewohnt in die Gänge. Ich bin früh zu Fuss zum U-Bahnhof Hönow marschiert, sozusagen „zum Auflockern“. Mal hören, wie es den anderen „geht“.
Die vier bekannten Ergebnisse der Marathonis aus Hönow konnte ich ja bereits gestern hier verkünden. Das wichtigste für uns Freizeitsportler ist jedoch immer: Alle sind gesund ins Ziel gelaufen. Zeiten und Ergebnisse sind sekundär.

Der 34. Berlin-Marathon ist Geschichte. Und er wird auch eingehen in die Geschichte des Marathonlaufes, mit diesem fabelhaften Weltrekord von Haile Gebrselassie.
Man muss sich das einmal vorstellen: 42.195 km in 2 Stunden, vier Minuten und 26 Sekunden. Das entspricht einer durchschnittlichen Kilometerzeit von 2 Minuten und 56 Sekunden und einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 20,35 km/h. Als Haile förmlich ins Ziel flog, krepelte ich noch irgendwo kurz vor der 25km-Marke herum. Aber da liegen nun einmal Welten dazwischen. Der eine verdient seinen Lebensunterhalt mit Marathonsiegen, der andere bezahlt mit seinem Startgeld den Starläufer. Haile unterstützt mit seinen Preisgeldern zahlreiche Projekte zur Förderung äthiopischer Kinder und zur Linderung der Armut in einigen Regionen. Das macht ihn nicht nur in seiner Heimat zu einem sympathischen Helden.

Insgesamt gab es viel Erfreuliches zu vermelden. Dieter brachte seinen Schützling souverän bis zum Ziel hinter dem Brandenburger Tor. Da ging es überhaupt nicht um Zeiten oder Platzierungen, sondern lediglich darum, mit einem Lächeln im Gesicht anzukommen.

Für den Dirk war es ebenfalls der erste Marathon. Und den hat er mit seiner Zeit unter 4 Stunden hervorragend beendet. Glückwunsch Dirk! Und beim nächsten Marathon klappt es sicher auch auf der schwereren 2. Hälfte noch besser.

bm-uwe-1.JPGUwe hat sich mit viel Energie, hohem Trainingspensum und Willensstärke eine neue persönliche Bestzeit erarbeitet.
Seine 3:10:22 sind Beweis dafür, dass sich der Einsatz gelohnt hat. Eine tolle Leistung, Uwe! Und ein Beleg dafür, dass sich hartes, kontinuierliches Training in hervorragenden Leistungen widerspiegelt.

http://der-hoenower.de/wp-content/uploads/2007/10/bm-uwe-2.JPG

An dieser Stelle möchte ich Uwes Dank an “seinen Coach Rainer” und seine Begleiterin auf den langen Kanten im Training und auf der Strecke, die Bärbel, gern aufgreifen und ausdrücklich deren Engagement würdigen. Die beiden haben Ihre Freizeit gern in den Dienst einer neuen Bestleistung gestellt.

Ich habe meinen 53. Marathon vernünftig zu Ende gebracht. Wenngleich ich nach dem Training der letzten 10 Wochen schon so etwas wie 3:33 angepeilt hatte, bin ich nach 3:50:29 ins Ziel gelaufen.
http://der-hoenower.de/wp-content/uploads/2007/10/bm-norbert1.JPGBis km 24 lag ich klar auf Kurs 3:30, geriet aber durch mich kreuzende Läufer aus dem Tritt, stolperte, knickte um und humpelte dann zum glücklicherweise nicht weit entfernten Sani-Punkt. Dort wurde mir schnell und gut geholfen, so dass ich, wenn auch etwas vorsichtiger und langsamer, schon bald weiterlaufen konnte.

Und so wurde es doch wieder ein schöner Zieleinlauf!

Hervorzuheben, wie immer, die Stimmung an der Strecke. Diesmal waren auch die Fans des 1. FC Union Berlin zahlreich vertreten. Immer wieder gab es Anfeuerungsrufe, nicht nur für die 9 Marathon-Läufer der Eisernen. Und Unter den Linden brandete immer wieder Beifall auf, als ich (wie auch Uwe und viele andere) mit der Union-Fahne Richtung Brandenburger Tor lief.

Die letzten Meter bis zum Ziel gehören mir jedoch (fast) ganz allein. Für diesen Endorphin-Schub lohnt es sich immer wieder, vorher 42 km zu laufen.

Nun also Relaxen und Ruhe.
Aber nicht einrosten, nach dem Lauf ist vor dem Lauf!
Der Hönower startet am nächsten Wochenende mit Freunden und Familien beim 4. Elbtal-Weinlauf in Meißen.
Darüber wird hier demnächst zu lesen sein.

Vielen Dank an Undine, Dieter und Fusselhirnchen für die Bilder. So konnte dieser Beitrag doch noch rechtzeitig fertig gestellt werden.
Einen besonderen Dank an unsere Freunde und Gönner, Sponsoren und Mitfieberer, Familie Klemusch, und natürlich an unsere eigenen Familien, die während der Trainingsphase manche Stunde allein vebringen mussten und sich um Muskelbeschwerden, dreckige Sportwäsche, u.v.a.m. kümmerten.

Einen herzlichen Glückwunsch auch an Andreas, der bestimmt lächelnd ins Ziel lief, wenn man seinen Beitrag richtig interpretiert.
Fotos: D. Jaensch, U.+R.Witte – all rights reserved –

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