Posts Tagged “Rennsteiglauf”

rennsteiglauf 2008Ich bin rum! Als ich am Sonntag meine Laufaufzeichnungen aktualisierte, zeigte die Rubrik “Gesamt-Kilometer” die stolze Zahl 40.083.
Das heißt, bei einem Äquatorumfang von 40.075 km, habe ich also theoretisch die Erde einmal umrundet.
Seit Anfang 1987 führe ich akribisch Buch über meine Laufaktivitäten.
Nicht nur die gelaufenen Kilometer (seit einigen Jahren nun auch mit GPS-Genauigkeit), sondern auch Ort und Zeit, Wetter und einige Rahmenbedingungen notiere ich.
So kann ich beispielsweise genau rekapitulieren, mit wem ich vor etlichen Jahren Mitte Februar bei 18°C in kurzen Hosen durch die Wuhlheide gelaufen bin. Oder bei welchem der Läufe es am kältesten bzw. wärmsten war.

Die Landkarte mit den bereits erfolgreich bewältigen Laufzielen ist mittlerweile auch schon sehr gut gefüllt. Ich hoffe und wünsche, dass ich in den kommenden Jahren noch einige weitere Einträge vornehmen kann. Wie demnächst den Marathon in Barcelona oder (vielleicht im nächsten Jahr) dann auch einmal den Traum vieler Marathonläufer, den New York City Marathon.
Höhepunkt eines jeden Jahres aber ist und bleibt der Klassiker der Landschaftsläufe, der über die Kammlagen des Thüringer Waldes führt – der Rennsteiglauf.

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Ein Montag, Mitte Mai, im Thüringer Wald. Die Wege oberhalb von Schmiedefeld sind verwaist. Keine Wanderer, Walker , Radler oder gar Läufer weit und breit. Vereinzelt findet man Pappbecher am Wegesrand. Ein vergessenes Schild lehnt einsam an einem Baum.

„KM 71“ steht drauf. Den Rest des Eintrages lesen »

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Mitte Mai ist Rennsteiglauf!
In diesem Jahr ist alles gut. Am Samstag, dem 16. Mai, pünktlich um neun, wird der 37. Rennsteiglauf-Marathon in Neuhaus am Rennweg gestartet. Und im Gegensatz zum vergangenen Jahr, als ich die 73 Kilometer von Eisenach nach Schmiedefeld mit wehender Union-Fahne in der Hand lief und dann anschließend die Nachricht von der Pleite im entscheidenden Spiel um den Aufstieg vernahm, ist diesmal bereits alles in trockenen Tüchern.
So kann ich mich also voll und ganz auf den Marathon und auf die Zielparty im Schmiedefelder Festzelt einstimmen.
Ich freu mich, euch alle wiederzusehen, Petra, Ramona, Schlawiner, Sostu; Orange, Andy, Harald, Deichläufer und Co., ….
Und mit mir auch die gesamte „Hönow-Fraktion“.

Bis bald!

Hier noch einige Impressionen vom letzten Jahr.

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Seit dem 30.März keine Aktualisierung mehr beim Hönower.
Viele haben es bemerkt, etliche nachgefragt, einige sich Sorgen gemacht.
Was war los, warum?

Hier die Gründe und Entschuldigungen: Den Rest des Eintrages lesen »

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Na, habt ihr die Umstellung auf die Sommerzeit auch gut überstanden? Wenn’s auch heute früh zum Läufchen etwas früher als gewöhnlich war, das machte mir gar nichts aus.
Und in der wärmenden Frühlingssonne läuft es sich gleich nochmal so gut! Davon ließen sich auch viele Lauffreunde aus Hönow und Berlin begeistern und waren früh auf den Beinen.
Endlich wieder schmerzfrei laufen! Vier Wochen ging gar nichts und immer noch muss ich sehr vorsichtig sein, um nicht wieder umzuknicken.
Den Ultramarathon zum Rennsteiglauf habe ich mir inzwischen abgeschminkt, das ist trainingsmäßig zumindest für dieses Jahr nicht mehr drin. Aber beim Marathon bin ich dabei. Werde eben alles etwas geruhsamer angehen und mich im hinteren Teil des Starterfeldes vergnügen.

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Die Läufer aus Hönow waren auch in diesem Jahr wieder auf den langen Laufstrecken in Europa präsent Drei von ihnen haben die nun beendete Europacup-Serie der Ultramarathonläufer erfolgreich absolviert. Dabei sind bei den einzelnen Lauf-Veranstaltungen jeweils Streckenlängen jenseits der markanten 42,195 km eines Marathons zu bezwingen. Bei der Europacupserie sind das Läufe von 50 bis 100 Kilometern.

Von den durchgeführten fünf Ultraläufen

  • im April: 50 km Mnisek pod Brdy, Tschechien
  • im Mai: 73 km Rennsteiglauf, Deutschland
  • im Juni: 100 km Biel, Schweiz
  • im September: 75 km Celje, Slowenien
  • im Oktober: 50 km Schwäbische Alb, Deutschland

mussten mindestens drei bis ins Ziel gelaufen werden, um in die Wertung zu gelangen.

Am letzten Wochenende, stellte Uwe Przygoda (LV Klemusch Hönow) durch sein gutes Ergebnis in Schwaben das Endergebnis noch komplett auf den Kopf und führt nun die Rangfolge der Läufer aus Hönow souverän an. Er belegte in der Europacup-Gesamtwertung den 60. Platz und wird in der AK M40 immerhin als 8. und damit unter den Top Ten geführt.
Uwe Falk wurde 115. (18. Platz in der AK M35) und Rainer Witte (beide LV “Hönower Schildkröten”) 167. (29. Platz in der AK M50).

Allen Dreien auch von dieser Stelle herzliche Glückwünsche!

Die komplette Ergebnisübersicht der 16. Serie des Europacups der Ultramarathone gibt es auf der Website des Rennsteiglaufes.

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rennsteiglauf-2008.jpgIch hatte es versprochen. Es hat leider etwas länger gedauert. Vielen Dank für euer Interesse und die vielen Kommentare. Irgendwo war letztens zu lesen, man müsse eben ab und zu auch mal “heftig arbeiten”. Und so gings mir die Woche auch, deswegen also die Verzögerung.
Aber nun. Sicher nicht besonders gelungen und auch nicht künstlerisch wertvoll. Eben größtenteils unterwegs mit dem Handy aufgenommen. Und einige Fotos sind bestimmt auch nicht für die Öffentlichkeit. Ich stelle diese den Interessenten und auch den Betroffenen :) gern gesondert zur Verfügung.

Hier mal eine kleine Auswahl.

rennsteiglauf-2008-startnummern-im-auto.jpgDas ist noch Tradition aus längst vergangenen Zeiten. Man erkennt sich auf der Autobahn. Die Startnummern gehören gut sichtbar ins Autofenster! Auf der Hinfahrt die selbst gestalteten aus der “Laufzeit“, zurück dann die Original-Startnummern. Und das bleibt auch so!

laufer-aus-honow-am-start.jpgUnsere zwei “schnellen Hirsche” früh um halb sechs schon ziemlich munter auf dem Eisenacher Markplatz. Bald danach wurde es ernst. Wir sahen die beiden erst im Ziel wieder. Aber da waren sie schon längst geduscht und völlig erholt.

borussia-friedrichsfelde-am-start.jpgViele bekannte Gesichter am Start, hier die Friedrichsfelder. Und auch Gabis Bericht über ihren ersten Ultralauf kann ich euch wärmstens empfehlen. Glückwunsch euch allen, die ihr wieder erfolgreich den Rennsteig bezwungen habt. Ich habe eure Ergebnisse mit Freude registriert!
anstieg-inselsberg.jpgDas letzte steile Stück des Anstieges zum Großen Inselsberg. Bis hierhin war der Rainer noch bei uns, wie man leicht sieht. Und seine Regenpelle braucht er hier auch nicht mehr. Das Wetter war vergleichsweise gut, der Regen zu Beginn störte eigentlich wenig.
vor-oberhof.jpgAuf den folgenden Streckenabschnitten lief ich zumeist mit Willi gemeinsam über die Berge. Hier gehts Richtung Grenzadler nach Oberhof. Willi hat sich in diesem Jahr viel vorgenommen, hat fleißig trainiert und wird nun auch den Hunderter in Biel erfolgreich bewältigen.
noch-13km.jpgbeerberg.jpgAuf den letzen Kilometern überholte ich noch etliche Läufer. Anhand der großen Kilomterschilder konnte man sich sehr gut informieren, nur das 70km-Schild war wieder nicht zu sehen. Und dann war da auch noch auf der höchste Punkt der Strecke zu bewältigen.

Vom Abend im Festzelt natürlich auch einige Schnappschüsse. So seh’n Sieger aus:

so-sehn-sieger-aus-1.jpg so-sehn-sieger-aus-2.jpg so-sehn-sieger-aus-4.jpg

so-sehn-sieger-aus-7.jpg so-sehn-sieger-aus-8.jpg foris-feiern.jpg

so-sehn-sieger-aus-6.jpg sieger-bodo.jpg erst-laufen-dann-feiern.jpg

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km71.jpgMein persönliches Fazit dieses Laufes kann ich ganz kurz fassen: Es lohnt immer wieder, beim traditionellen Rennsteiglauf an den Start zu gehen. Einzigartig die Strecke, die Landschaft; bestens organisiert und durchgeführt von den Thüringer Sportvereinen unter Federführung der Rennsteiglauf-Offiziellen, immer wieder neu und erlebnisreich, was Eindrücke und Erfahrungen betrifft, immer wieder schön, die Freunde und Bekannten der Laufszene zu sehen und zu treffen. Und nach dem Lauf dann die wohl schönste Läuferparty weit und breit.
Selbstverständlich, es gehört schon eine intensive Vorbereitung dazu, sowohl körperlich, wie mental, um sich dieser Strapaze zu stellen und diese dann auch erfolgreich zu bewältigen.
Aber der Reihe nach.

Mein Rennsteiglauf-Resümee

Nun ist wieder Normalität eingezogen, Arbeitsalltag und gewohnter Tagetrott. Mit etwas Abstand lässt sich nun weitaus besser reflektieren, was da am Wochenende im Thüringer Wald tatsächlich abging.
Eigentlich nichts ungewöhnliches, eher vertrautes, denn es war Rennsteiglauf-Wochenende.
Ich war immerhin zum 16. Male am Start, seit 1987, zwischendurch mit Unterbrechungen, die zumeist beruflich bedingt waren. Und ein einziges Mal habe ich den Lauf auf der ultralangen Strecke nicht beenden können, das war 1995.
Aber eben doch ungewöhnlich, denn auch das können viele Rennsteigläufer bestätigen, jeder Lauf ist anders!

In diesem Jahr stand für mich persönlich die Devise an, nicht zu schnell zu laufen, auf keinen Fall die letzten Kraftreserven zu mobilisieren, denn schon vier Wochen später folgt mit dem 100km-Lauf, durch die Nacht in Biel, der dritte Ultralauf dieses Frühjahrs. Und auch meinen beiden Mitstreitern, Rainer und Willi ging es ähnlich. Wir werden auch diesen Laufklassiker gemeinsam in Angriff nehmen.

Nun aber zum Rennsteiglauf.
Alles begann schon vor längerer Zeit mit der Hiobsbotschaft, dass das vorgesehene Hotel in Eisenach bereits ausgebucht war. So mussten wir uns anderweitig umsehen und Dank Petras Unterstützung kamen wir in Neustadt (exakt am km 29 der Marathonstrecke) unter, reisten schließlich mit zehn Leuten an. Neustadt liegt strategisch einigermaßen günstig, man kommt mit Auto und auch mit den vom Veranstalter bereitgestellten Bussen relativ gut in die Startorte (Oberhof, Neuhaus, Eisenach) und vom Zielort Schmiedefeld sind es dann am Abend auch nur ca. zehn km.

Start beim Supermarathon, früh sechs Uhr, heißt: Um drei Uhr aufstehen, frühstücken, nach Eisenach fahren (diesmal nicht mit dem Bus, sondern Willi wollte unbedingt selbst mit dem, Auto fahren, was uns ungefähr zusätzlich10 Minuten längeren Schlaf brachte), halb sechs in Eisenach mit den Startvorbereitungen beginnen. 1800 Rennsteigläufer stehen zu einer Tageszeit auf dem Marktplatz, wo nebenan aus den Kneipen gerade die volltrunkenen studentischen Burschenschaften rausfallen.

Und (fast) alle aus der Laufszene sind wieder da: Ramona, mit ihren Streakrunner-Freunden, Detlev aus Brandenburg mit seinem Laufverein (diesmal lief er den Ultra gemeinsam mit seiner Frau – herzlichen Glückwunsch euch beiden!!!) die Friedrichsfelder, die mit Neuling Gabi vertreten waren, Andreas aus Berlin, der unbedingt die 6h-Marke knacken wollte, Hans-Jürgen aus Pasewalk, Roland Winkler, und und und …
Bärbel und Uwe verabschiedeten sich dann bald und reihten sich vorn ein, während wir (Rainer , Willi und ich) doch eher aus hinterer Position ganz gemächlich auf die Piste gingen.

Es ist schon angenehm warm früh um sechs. Die Karawane schlängelt sich durch Eisenachs Straßen hinaus in den Wald zum Rennsteig hinauf. Vorbei am Burschenschaftsdenkmal, durch Wiesen und Wälder immer bergauf. Gleich auf den ersten Kilometern kommt man ins Schwitzen. Die erste Getränkestelle wird dankend angenommen. Endlich, an der Hohen Sonne ist der Kammweg erreicht. Nun geht es etliche Kilometer auf welligem Terrain weiter, immer leicht aufwärts. Das Laufen fällt leicht. Erst recht, als dann leichter Nieselregen einsetzt. Nur nicht zu schnell angehen, ist meine Devise. Und so laufen wir zu dritt Richtung Venetianerstein und Inselsberg. Der Regen verstärkt sich, wir stülpen unsere „Plastenerze“ über. Die Wege sind aufgeweicht und glitschig geworden. Die Anstiege werden wieder steiler. Plötzlich meint jemand: „Jetzt schunkeln sie in Neuhaus den Schneewalzer“. Ich kann mich gut erinnern, wie kurz vor neun beim Start zum Rennsteig-Marathon durch die Marathon-Läufer die Ultras gefeiert wurden, die da schon fast drei Stunden unterwegs sind.
Und diesmal steht dort auch Kai am Start, zu seinem ersten Rennsteig-Marathon. Er hat sich mit Petra verabredet, beide wollen ein Stückchen gemeinsam laufen.

Letzter Anstieg vor dem Inselsberg. Der Regen hat nachgelassen. Fotos werden geschossen. Kurz darauf geht’s steil bergab zum Brotteroder Verpflegungspunkt am Kleinen Inselsberg.
Hier gibt’s nun auch den legendären Haferschleim, der auf der Strecke in verschiedenen Geschmacksrichtungen angeboten wird. Die Verpflegung ist wie immer phänomenal. Neben den absolut lauftypischen Dingen, wie Wasser, Äpfel, Bananen, Rosinen, gibt es beim Rennsteiglauf auch warmen Tee, Cola belegte Brote und eben den berühmten leicht verdaulichen Schleim. Sogar heiße Würstchen und Thüringer Bratwurst sind an der Ebertswiese im Angebot … (aber wohl eher für die Wanderer).

Etwas weiter stoßen auch die Walker, aus Schnepfenthal kommend, auf die Strecke. Bis zum Grenzadler in Oberhof sind sie nun (grüppchenweise) unsere ständigen Begleiter. Toll, was da einige leisten! Immerhin sind sie auch über 35km unterwegs.

Unterwegs immer wieder Begegnungen mit Fußballfreunden (Unioner Thomas , aus Dresden, aus München, ein Brandenburger im “Totti“-Trikot), die mich wegen der Union-Fahne ansprechen und mit denen ich kilometerlange Wege gemeinsam zurücklege.
Sonja, die Wuhletalläuferin, läuft kurz vor der Ebertswiese (hier ist Halbzeit: km 37,5) auf.
Sie hat sich kurzentschlossen auf die lange Strecke umgemeldet, will den Rennsteig einmal von dieser Seite her genießen.
„Hallo, der Hönower“, ruft sie. Wir kommen gleich ins Gespräch und freuen uns schon auf die abendliche Fete im Schmiedefelder Festzelt.

Rainer hat sich zwischenzeitlich zurückfallen lassen. Willi und ich laufen gemeinsam gleichmäßiges Tempo. An den härteren Anstiegen, wie an der Schmalkalder Loibe und am Sperrhügel, wird natürlich auch einmal gegangen. Es hat sich inzwischen merklich abgekühlt, hier in der Höhe. Für mich aber ideal bei dieser Anstrengung. Ab und zu lugt die wärmende Sonne heraus, die abwechslungreiche Landschaft gewährt tolle Fernblicke.

In Oberhof am Grenzadler (km 54) ist großer Bahnhof. Das Ziel der Walker befindet sich hier, ebenso der Kontroll- und Zeitmesspunkt für uns. Natürlich auch ein riesiges Verpflegungszelt. Wer will, kann hier offiziell aussteigen, bekommt seine Urkunde und Wertung für diesen Laufabschnitt. Selbstverständlich will keiner!
Wer nicht verletzungsbedingt aufgeben muss, der läuft weiter, wenn es mitunter auch schwer fällt. Und einige Anstiege kommen ja noch.
Warme Brühe gibt’s hier. Mit einem Becher Suppe und einem mit Tee in den Händen lasse ich mich auf einen Stuhl plumpsen und vier Hände massieren sofort die harten Waden. Angenehm.
Willi ist inzwischen durch und wieder im Wald Richtung „Großer Beerberg“ davon. Bald darauf hole ich ihn wieder ein.
Mittlerweile weiß ich, dass die avisierte Zielzeit von achteinhalb Stunden wegen meiner Futtererei, Trödelei, Fotomanie nicht mehr zu erreichen ist, wenn ich nicht sofort und nachhaltig beschleunige. Aber gerade das will ich ja nicht. Also zuckeln wir Richtung Beerberg, passieren den höchsten Punkt der Strecke (964m) und am folgenden Verpflegungspunkt ist Willi plötzlich wieder weg. Ich sehe ihn noch einmal am Ausblick auf die Schmücke und dann wieder im Ziel. Ich laufe nun nicht mehr zu ihm auf, sondern mein eigenes gleichmäßiges Tempo weiter, überhole noch etliche Läufer.
Das Kilometerschild 65 wird passiert, am „Mordfleck” geht’s schnell vorbei, der nächste Verpflegungspunkt, der „Bierfleck“ wird angekündigt. Hier wird tatsächlich dunkles Bier ausgeschenkt und etliche nehmen sich die Zeit für einige Schlucke.

Weiter geht’s, zumeist bergab Richtung Schmiedefeld. Bald müsste doch das 70km-Schild kommen. Mein Garmin sagt mir auch, dass es eigentlich schon lange zu sehen sein müsste. Beim letzten Lauf hatte ich es schon verzweifelt gesucht. Diesmal muss ich es doch sehen. Nichts! Wenige Minuten später taucht die große 71 auf. Besonders originell finde ich das zwar nicht, aber scheinbar ist es tatsächlich so gewollt.

Nun nur noch nach Schmiedefeld hinein. Durch den großen Bogen, der den letzten Kilometer einläutet, der erinnert an den flamme rouge bei den Radprofis. Dann die 72, der Stadionsprecher ist schon zu hören.
Auf der Zielgeraden werde auch ich aufgerufen, nun nur noch Freude!

Freude auch nach dem Ziel, denn Kai und Petra sind gerade von der Marathonstrecke rein und auch Willi erwartet mich. Nika und Undine freuen sich mit uns und wenig später auch darüber, dass Rainer gesund und munter eintrudelt.

Ja, alles richtig gemacht! Mir geht’s richtig gut. Das kann so auch noch 27 Kilometer weitergehen, dann in Biel.
Bei 09:05:32 bleibt die Uhr für mich stehen. Keine überragende Zeit, aber ich bin hier auch schon weitaus geschlauchter (und auch schon einmal mit schlechterer Zeit) angekommen. Und auf die kam es diesmal wirklich nicht an.

Viel Zeit noch bis zum Abend im Festzelt. Duschen, Essen, Massage. Viel Freude im Rennsteiglauf-Vereinstreff bei Kaffee und Kuchen. Auch das eine oder andere Köstritzer wird geköpft. Nun lerne ich weitere Läufer persönlich kennen, mit denen ich bisher nur virtuell, im Rennsteiglaufforum, kommunizierte.

Der Abend im Festzelt ist dann ein wie ein weiterer Marathon. Prallgefüllt und Stimmung bis zum Abwinken. Selbst vor dem Zelt wird getanzt.
Wir haben diesmal für die Aktiven des Rennsteiglaufforums einen gesonderten Tisch organisiert und können erstmals gemeinsam feiern.
So kann man sich doch noch etwas kennenlernen. Und diese tollen Typen, die seit geraumer Zeit aktiv im Forum mittun, von Angesicht zu Angesicht, das ist schon wunderbar. Ich denke und hoffe, hier ist eine neue Tradition geboren!

An Unterhaltung ist bei dem Krach kaum zu denken. Alles tanzt auf Bänken und Tischen, mit einer Hingabe, als wenn die sich alle drei Tage lang ausgeruht, und nicht gerade einen Marathon oder mehr in den Beinen hätten. Aber das ist eben auch Rennsteiglauf!

Alle Ergebnisse findet man hier.

Und mein Fotobeitrag erscheint demnächst auch, versprochen!

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rennsteiglauf-2008-11.jpgAls ich in Schmiedefeld ins Ziel lief und die gesamten 2.479 Meter Höhendifferenz in den Beinen hatte, stand es bereits 2:0. Allerdings nicht für die Guten. Ich wusste Bescheid, denn per sms bekam ich aktuell aus dem Stadion alles mitgeteilt.
So nah dran und nun wohl doch: Ade, 2. Liga. Auf den 73 Kilometern, die ich mit Fahne auf dem Rennsteig lief, gab es viele anerkennende und aufmunternde Worte, sowohl von Läufern als auch von Zuschauern für die tolle Saison der Unioner. Und viele gute Wünsche, wie z.B.: “Haut in der kommenden Saison die Löwen aus der Arroganz-Arena“.
Nun gut. Steigen wir also erst auf, wenn der Herr Hopp sein aktuelles Lieblingsspielzeug wieder in die Ecke gefeuert hat.

rennsteiglauf-2008-21.jpgÜbrigens, ich war nicht allein unterwegs. Unter den ca. 1800 anderen Startern traf ich auf der Strecke auch den Thomas, der im Union-Vereinstrikot unterwegs war und eine gute halbe Stunde vor mir im Ziel eintraf.
Glückwunsch, Thomas, tolle Leistung, die Du da abgeliefert hast!

Die Aufstiege dieses Laufes spüre ich auch heute noch etwas. Weiter geht’s!

Und für steffi geht’s wohl nächste Saison auch erst einmal nach Aue und Jena, statt an die Ostsee. Leider.

Update: (bei Steffi gefunden) “Gewinnen kann jeder!” Lautsprecher an!

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rennsteiglaufverein_2.jpgEines vorab: Alle Läufer aus Hönow sind gesund im Ziel angekommen! Nur das zählt bei diesem Wettkampf über den Gebirgskamm des Thüringer Waldes. Und wenn dazu noch einige Top-Ergebnisse zu vermelden sind, umso besser. Besondere Glückwünsche unserer Bärbel zu ihrer Top-Ten-Platzierung beim Supermarathon!
Hier ganz aktuell die Zeiten der Hönower und ihrer Gäste:

Walking 17 km

Klaus 03:30

Halbmarathon (21,1 km)

Nika 01:54

Marathon (43,1 km)

Dieter 05:07
Bodo 04:29

Ultramarathon (72,7 km)

Bärbel 07:11
Rainer 09:42
Willi 08:57
Uwe 07:35
Norbert 09:05

Am Abend nun stellt Hönow eine starke Fraktion im Festzelt. Morgen geht’s wieder zurück nach Hause.
Ein ausführlicher Bericht folgt.

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Auf Gran Canaria Spanien entdecken und erleben.